pte19980314008 in Business
Röntgen mit Infrarot-Strahlen
Neues Verfahren mit geringerem Gesundheitsrisiko
Los Angeles (pte) (pte008/14.03.1998/15:17)
Wissenschaftler vom California Institute of Technology haben zusammen mit Kollegen der University of Arizona eine Methode entwickelt, um in Zukunft ohne belastende Röntgenstrahlen durch menschliches Gewebe zu schauen. Sie nutzten Infrarot- bzw. Wärmestrahlen, die deutlich weniger Energie tragen als sichtbares Licht oder Röntgenstrahlen und damit weniger schädlich sind.Kernstück der Entwicklung ist ein Kunststoff, der sehr empfindlich auf Wärmestrahlen reagiert. Ausgesendet von einem sogenannten Femtolaser mit sehr schneller Blitzfolge (ein Blitz pro einem millionstel einer milliardstel Sekunde) durchdringen die Infrarotstrahlen den Körper, werden zum Teil gestreut und zum Teil von dem Kunststoff registriert. Es entsteht ein holographisches Bild, das mit einem weiteren Laser betrachtet werden kann.
Bisher können die Forscher jedoch nur durch etwa zwei Zentimeter stark verdünnte Milch sehen. Damit sei ein erster entscheidender Schritt für das "Durchleuchten" organischer Substanzen getan, so die Forscher. Da der menschliche Körper für Wärmestrahlen relativ durchlässig sei, hoffen sie, ihre Methode bald anwenden zu können. Sie werde mit Sicherheit nicht die herkömmlichen Röntgenuntersuchungen ersetzen, könne aber bei problematischen Bereichen, beispielsweise der Netzhaut des Auges, eine Zukunft haben. http://www.caltech.edu (Ende)
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