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Psychiatrie - Ein schockierender Blick hinter die Kulissen

"Psychiatrie – Tod statt Hilfe" dokumentiert von der WHO und UN kritisierte Praktiken


Wien (pts001/09.08.2026/15:30)

Ausstellung in Wien beleuchtet die Schattenseiten der Psychiatrie: Die Ausstellung "Psychiatrie – Tod statt Hilfe" dokumentiert vom 12. bis 15. August 2026 von der WHO und UN kritisierte Praktiken. Sie zeigt historische Entwicklungen, umstrittene Behandlungsmethoden und Berichte von Betroffenen, Elektroschocks, Zwangsmaßnahmen, Psychochirurgie und den erhöhten Einsatz von Psychopharmaka: Eine multimediale Ausstellung am Wiener Josefsplatz erhebt schwere Vorwürfe gegen psychiatrische Praktiken und fordert eine offene Debatte über Menschenrechte, Patientenschutz und Alternativen.

Was geschieht, wenn eine Behandlung gegen den Willen eines Menschen durchgeführt wird? Wo endet notwendige Hilfe – und wo beginnen Zwang, Kontrolle und die Verletzung grundlegender Rechte?

Diesen Fragen widmet sich die Ausstellung "Psychiatrie – Tod statt Hilfe", die von 12. bis 15. August 2026 im Palais Palffy, Josefsplatz 6, 1010 Wien, zu sehen ist.
Veranstalter ist die Bürgerkommission für Menschenrechte, international bekannt als Citizens Commission on Human Rights, kurz CCHR.

Ort: Palais Palffy, Josefsplatz 6, 1010 Wien

Zeit: Die Ausstellung ist vom 12.August bis inklusive 15. August von 10 bis 20 Uhr geöffnet.

Die interaktive und visuell eindringliche Präsentation zeichnet ein kritisches Bild der Geschichte der Psychiatrie und stellt zugleich die Frage, welche umstrittenen Praktiken bis heute fortbestehen. In insgesamt 14 Dokumentationen kommen Ärzte, Akademiker, Rechtsanwälte, Menschenrechtsexperten, Künstler und Menschen zu Wort, die nach eigenen Angaben psychiatrische Übergriffe erlebt haben.

Thematisiert werden unter anderem Elektroschockbehandlungen, heute als Elektrokrampftherapie bezeichnet, politische Folter, Psychochirurgie, Freiheitsbeschränkungen in psychiatrischen Einrichtungen sowie mögliche schwerwiegende Folgen psychotroper Medikamente.

Psychische Erkrankungen betreffen Millionen Menschen

Nach den von der OEGPP (Österreichische Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik) in einer Presseaussendung vom 9.10.2025 angeführten Zahlen leiden rund 22 Prozent der österreichischen Bevölkerung – mehr als zwei Millionen Menschen – an psychischen Störungen. Frauen seien mit etwa 25 Prozent häufiger betroffen als Männer. Zu den verbreitetsten Krankheitsbildern zählen demnach Depressionen, Angststörungen und Suchterkrankungen.

Täglich werden in Österreich Hunderte Menschen auf psychiatrischen Stationen behandelt. Rund 25.000 Personen (Vertretungsnetz.at) sollen sich jährlich ohne eigene Einwilligung in psychiatrischen Einrichtungen befinden. In diesem Zusammenhang thematisiert die Ausstellung auch Fixierungen mit Gurten, verschlossene Krankenzimmer und andere Einschränkungen der Bewegungsfreiheit.

Besonders kritisch betrachtet werden regionale Unterschiede bei der Anwendung solcher Maßnahmen. Nach Angaben von Vertretungsnetz.at würden Freiheitsbeschränkungen in Wien und im Burgenland etwa doppelt so häufig eingesetzt wie in Tirol oder Salzburg.

Psychopharmaka bereits für Kinder

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Behandlung von Kindern und Jugendlichen. Die Ausstellung beschäftigt sich mit möglichen Folger der Verschreibung von Antidepressiva wie bei mittelgradigen bis schweren Depressionen.

Die Veranstalter weisen darauf hin, dass nicht jedes dieser Präparate für alle Altersgruppen ausdrücklich zugelassen sei. Sie fordern deshalb umfassende Aufklärung über mögliche Nebenwirkungen, eine besonders sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung sowie eine stärkere Kontrolle bei der Verordnung an Minderjährige.

Kontroverse um Elektrokrampftherapie

Besondere Aufmerksamkeit gilt der Elektrokrampftherapie, die in mehreren österreichischen Kliniken angewendet wird. Dazu zählen laut Recherchen der CCHR unter anderem Einrichtungen in Wien, Graz, Innsbruck, Linz, Salzburg, Wels-Grieskirchen, Rankweil, Villach und Vöcklabruck. (Siehe Quelltextnachweise)

Während medizinische Fachvertreter die Methode unter bestimmten Voraussetzungen als Behandlungsoption betrachten, warnen Kritiker vor möglichen langfristigen Folgen wie Gedächtnisstörungen und Beeinträchtigungen kognitiver Fähigkeiten. Auch die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen wird kontrovers diskutiert.

Die Ausstellung stellt dabei insbesondere jene menschenrechtlichen Positionen in den Mittelpunkt, die psychiatrische Zwangsbehandlungen und nicht freiwillig durchgeführte medizinische Eingriffe grundsätzlich ablehnen.

Bürgerkommission für Menschenrechte (CCHR)
Die erste "Citizens Commission on Human Rights" - CCHR (Bürgerkommission für Menschenrechte) wurde 1969 in Los Angeles von Dr. Thomas Szasz (emeritierter Professor für Psychiatrie) und einem Geistlichen der Scientology-Kirche, Kenneth I. Whitman, gegründet. Die Arbeit von CCHR basiert auf der "Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte" (verkündet von der Generalversammlung der Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948), der "Europäischen Konvention über Menschenrechte und Grundfreiheiten" (verabschiedet am 4. November 1950 in Rom von den Außenministern der europäischen Mitgliedsstaaten), sowie auf der "Menschenrechtserklärung für geistig Kranke", wie sie im Januar 1970 von der "International Commission on Human Rights" ausgearbeitet wurde. Die Bürgerkommission setzt sich für die Menschenrechte in der Psychiatrie ein.

Quellennachweis:

www.klinikum-wegr.at/de/abteilung/psychiatrie-und-psychotherapeutische-medizin/erweiterter-inhalt

https://psychiatrie-psychotherapie.meduniwien.ac.at/en/unsere-abteilungen/klinische-abteilung-fuer-allgemeine-psychiatrie/forschung/forschungsgruppen-bzw-schwerpunkte/elektrokonvulsionstherapie/

https://oegpb.at/wp-content/uploads/2021/04/OGPB_Konsens_Depression_TRD_2021.pdf

www.i-med.ac.at/de/psychiatrie1/ambulanzen/ekt-sprechstunde/

www.zi-mannheim.de/institut/news-detail/elektrokonvulsionstherapie-ist-sicher-und-wirksam-fuer-kinder-und-jugendliche.html

www.reddit.com/r/ect/comments/1655ejx/ect_has_made_me_worse/?tl=de

"Elektroschocks": An der Therapie scheiden sich noch immer die Geister: https://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4907799?form=fpf

Vertretungsnetz: https://vertretungsnetz.at/blog-g/detail/neue-daten-zu-unterbringungen-in-der-psychiatrie/

Update zur Zulassung von Psychopharmaka für Minderjährige in Deutschland und Österreich - 02 - 2020 - Heftarchiv - PPT: https://share.google/Bqrm5rMElxRdF5uBp

Sertralin - Kind verändert - REHAkids: https://share.google/NeTXKoETZ5xPYksp8

Für mehr Fragen:
www.cchr.at
www.kvpm.de
www.cchr.org

(Ende)
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