pte20081121021 in Business
Protestlawine gegen 58-Mio.-Euro-Zuschuss für ORF
Privatsender warnen vor Wettbewerbsverzerrung durch Strukturreform
Wien (pte021/21.11.2008/13:59)
Die vom öffentlich-rechtlichen ORF von der Regierung geforderte Refundierung der durch Rundfunkgebührenbefreiungen entgangenen Einnahmen in Höhe von rund 58 Mio. Euro hat bei den Vertretern der Privatsender heftige Proteste ausgelöst. "Die derzeit laufenden Verhandlungen zur Regierungsbildung in der Untergruppe Medien und das damit im Zusammenhang stehende intensive Lobbying des ORF geben Anlass zur Sorge. Es ist zu befürchten, dass es aufgrund der bekannten ORF-Struktur- sowie aktueller Finanzprobleme zu einer wesentlichen Verschlechterung der Bedingungen für den privaten Rundfunk in Österreich kommt", kritisiert der Verband Österreichischer Privatsender (VÖP) http://www.voep.at . Auch die vom öffentlich-rechtlichen Sender geforderte Ausweitung der Werbezeiten lehne man strikt ab. "Wenn der ORF jetzt verstärkt auf staatliche Beihilfen vertrauen darf und es zudem zu einer Ausdehnung der Werbezeiten kommen sollte, wird sich die in Österreich ohnehin schon bestehende Schieflage des dualen Systems noch weiter verschärfen", warnt der VÖP. Um dies zu verhindern, sei vor allem die Politik gefordert, die für einen fairen Wettbewerb zu sorgen habe.
Profitieren Sie von
unabhängigem Journalismus!
Lesen Sie mit pressetext Abo+ weiter und unterstützen Sie
Qualitätsberichterstattung für nur 1 EUR pro Woche!
Wenn Sie bereits ein Konto haben, loggen Sie sich ein.
Das Angebot beläuft sich auf 1 EUR pro Woche bzw. 49 EUR im Jahr
– und das, solange Sie wollen. Sie bleiben flexibel, denn Ihr pressetext Abo+
passt sich an Ihre Lesegewohnheiten an und ist jederzeit kündbar
