Patagonien: PFAS bei Pinguinen nachgewiesen
Tiere sammeln sämtliche Proben durch kleine Chemikalien erkennende Bänder an ihren Beinen
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Magellanpinguine: PFAS bei mehr als 90 Prozent (Foto: Ralph Vanstreels, ucdavis.edu)
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Davis (pte014/09.04.2026/10:30)
In Argentinien entlang der Küste Patagoniens lebende Pinguine dienen der Forschung als lebende Beobachter ihrer Umwelt. Ermöglicht wird das durch kleine Chemikalien erkennende Bänder an den Beinen der Tiere, zeigt eine Studie der University of California, Davis und der State University of New York. Vor allem die als Ewigkeitschemikalien bekannten PFAS stehen im Fokus.
PFAS allgegenwärtig
Für den Nachweis der Machbarkeit wurden 54 Magellanpinguine mit Passivsammlern aus Silikon ausgestattet, und zwar an einigen Tagen der Brutzeiten 2022 bis 2024. Die Sensoren nahmen Chemikalien aus dem Wasser, der Luft und von Oberflächen auf, mit denen die Tiere in Kontakt kamen. Bei mehr als 90 Prozent der Bänder wurden, sogar in einer derart abgelegenen Region, Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) nachgewiesen.
Für den korrespondierenden Autor Ralph Vanstreels von der University of California, Davis und seinen Kollegen von der State University of New York bedeutet dieser Ansatz einen deutlichen Fortschritt im Vergleich zu Blutproben oder dem Einsammeln von Federn. Die in "Earth: Environmental Sustainability" publizierte Analyse zeigt insgesamt eine Mischung aus Altschadstoffen sowie von Chemikalien, die die stufenweise aus dem Verkehr gezogene PFAS ersetzen sollen.
Risiko für die Tierwelt
Das Vorhandensein von GenX und anderen PFAS-Nachfolgern beweist laut Seniorautorin Diana Aga von der University of Buffalo, dass diese Verbindungen sogar die entferntesten Ökosysteme erreichen. Die Forscher wollen dieses Verfahren auch bei Ölteppichen, Schiffswracks und anderen industriellen Ursachen zum Einsatz bringen. Dafür sollen dann auch andere Tierarten wie Kormorane eingesetzt werden. Diese Vögel können in eine Tiefe von mehr als 76 Metern hinabtauchen.
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