pte20260324005 in Leben

Nulllinie: Marker erkennt kognitive Schädigung

Neurofilament-Leichtkette eignet sich laut neuer Studie als diagnostisches Werkzeug deutlich besser


EKG: Beeinträchtigte Kognition früher erkennbar (Foto: pixabay.com, Hermes Manual Cortes Meza)
EKG: Beeinträchtigte Kognition früher erkennbar (Foto: pixabay.com, Hermes Manual Cortes Meza)

Kopenhagen (pte005/24.03.2026/06:10)

Eine routinemäßige, frühe Messung der Neurofilament-Leichtkette könnte nach einem außerklinischen Herz-Kreislauf-Stillstand die Vorhersagemöglichkeit einer kognitiven Beeinträchtigung verbessern. Das zeigt eine Studie des Rigshospitalet und der University of Copenhagen. Es bestünden jedoch bei den derzeitigen Untersuchungen, wie der Messung der Neuronenspezifische Enolase (NSE), Bedenken in Bezug auf die Zuverlässigkeit. Auch andere Faktoren könnten zu hohen Werten dieses Enzyms führen.

Blutproben ausgewertet

Laut Forscher Martin Meyer von der University of Copenhagen verfügt mit der Neurofilament-Leichtkette ein anderer Blutbiomarker über eine möglicherweise bessere diagnostische Leistung. Daher haben die Forscher die Wirksamkeit der Neurofilament-Leichtkette und der NSE miteinander verglichen.

Hierzu hat das Team die Blutproben von Teilnehmern der Studie "Blood Pressure and Oxygenation Targets after Cardiac Arrest" analysiert. Diese Patienten lagen nach der Wiederbelebung einem außerklinischen Herz-Kreislauf-Stillstand bei der Einlieferung ins Krankenhaus im Koma.

Umfassende Untersuchung

Die Werte der Neurofilament-Leichtkette und der NSE sind bei Samples gemessen worden, die 48 Stunden nach dem Herz-Kreislauf-Stillstand entnommen wurden. Bei einem Teil dieser Personen lagen die Werte bei beiden Faktoren vor. Daten zur kognitiven Funktion wurden mittels des sogenannten "Montreal Cognitive Assessment" (MoCA) einige Monate nach der Erkrankung ermittelt.

Die Werte der Neurofilament-Leichtkette standen nach 48 Stunden in einer umgekehrten Korrelation mit dem MoCA-Score. Das bedeutet, dass höhere Werte dieser Proteine bezeichnend für eine schlechtere, langfristige kognitive Leistungsfähigkeit sind. Im Gegensatz dazu konnte zu diesem Zeitpunkt kein Zusammenhang bei den Werten der NSE und der kognitiven Funktion bei der Nachuntersuchung festgestellt werden.

(Ende)
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