pte19980311011 in Business
Nikotin-Sucht oft genetisch bedingt
Studie: Neurotransmitter Dopamin sorgt für gute Gefühle
Los Angeles (pte) (pte011/11.03.1998/16:19)
Manche können mit der Raucherei sofort aufhören, wenn sie wollen, andere quälen sich ihr Leben lang mit der Sucht herum. Eine neue Studie legt nahe, daß ein Gen für diesen Unterschied verantwortlich sein könnte. Margaret Spitz vom Department of Epidemiology an der University of Texas (USA) untersuchte 283 Menschen, die noch rauchten oder geraucht hatten. Fast alle wiesen eine Mutation in demjenigen Gen auf, das den D2-Dopamin-Rezeptor herstellt. Im Gehirn sorgt diese Andockstelle für den Neurotransmitter Dopamin dafür, daß Menschen etwas als befriedigend, belohnend und motivierend empfinden.Bei einer Unterversorgung mit Dopamin werden die Betroffenen oft depressiv. Nikotin stimuliert den Ausstoß an Dopamin, deshalb wird Rauchen auch mit guten Gefühlen assoziiert - die Grundlage für die Herausbildung jeder Sucht. Spitz mutmaßt, daß Menschen mit einem mutiertem D2-Rezeptor versuchen, mittels Nikotin ihr Defizit im Dopamin-Haushalt aufzufangen. "Diese Studie zeigt, daß manche Menschen Nikotin benutzen, um Gefühle von Belohnung erzeugen. Sie können möglicherweise nur Freude empfinden, wenn sie rauchen", kommentiert Ernest Noble von der University of California (Los Angeles, USA) die Untersuchung. (Ende)
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