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pte20200923023 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Neurofeedback-Training als Gedächtnis-Turbo

Mehrtägige Wiederholungen haben Erinnerungsvermögen von Testpersonen langfristig verbessert


Gedächtnis: Neurofeedback-Training hilft (Foto: pixabay.com, tillburmann)
Gedächtnis: Neurofeedback-Training hilft (Foto: pixabay.com, tillburmann)

Saarbrücken (pte023/23.09.2020/11:30) - Die Aktivität der sogenannten Theta-Wellen im Gehirn mittels Neurofeedback-Training lässt sich gezielt steigern. Mehrtägige Wiederholungen haben zudem das Erinnerungsvermögen von Testpersonen langfristig verbessert. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Universität des Saarlandes http://uni-saarland.de . Details zur Studie wurden in "NeuroImage" veröffentlicht.

Sitzen in der Achterbahn

Das Neurofeedback wurde in der Studie visuell in Form einer Achterbahn-Animation dargestellt. Die 17 Probanden mussten sich in dieser Achterbahn auf einem Computerbildschirm möglichst schnell fortbewegen. Parallel dazu wurde das EEG der Testpersonen aufgezeichnet. Dabei wurde auch der Anteil der Theta-Wellen erfasst und durch die Geschwindigkeit der Achterbahn an die Probanden rückgekoppelt.

"Das Neurofeedback-Training bestand also darin, dass bei einem Anstieg der Theta-Wellen im Gehirn der Probanden auch die Geschwindigkeit der Achterbahn zunahm, während umgekehrt ein geringer Anteil von Theta-Wellen dazu führte, dass die Achterbahn stehenblieb", sagt Axel Mecklinger. Im Gegensatz dazu erhielten die 18 Probanden einer Kontrollgruppe Rückmeldungen auf zufällig ausgewählte Frequenzbänder ihres EEGs. Insgesamt fanden sieben Trainingssitzungen von je 30 Minuten über elf Tage statt.

Theta-Aktivität trainierbar

"Bei der Trainingsgruppe ging die Theta-Aktivität ab der dritten Sitzung deutlich nach oben, während bei der Kontrollgruppe kein Anstieg der Theta-Aktivität feststellbar war", erzählt Mecklinger. Dies sei nicht nur als statistischer Gruppeneffekt nachweisbar, sondern eine Theta-Zunahme von zehn bis 15 Prozent zeige sich auch auf der Ebene des einzelnen Probanden. "Durch die visuelle Rückmeldung seiner Leistung lernt der Proband, seine Theta-Wellen hochzuregulieren. Dies zeigt, dass sich die eigene Theta-Aktivität durch Neurofeedback-Training individuell trainieren lässt", zeigt sich der Saarbrücker Forscher überzeugt.

Im zweiten Teil ihrer Studie untersuchten die Psychologen die Folgen der erhöhten Theta-Aktivität auf das langfristige Erinnerungsvermögen. "Die Probanden, die durch das Neurofeedback-Training die Ausprägung ihrer Theta-Wellen erhöht hatten, zeigten eine klare Verbesserung ihrer Quellengedächtnis-Leistung", so Studien-Erstautorin Kathrin Eschmann. Als Quellengedächtnis bezeichne man die Erinnerung an den zeitlichen und räumlichen Kontext einer Episode. Wer beispielsweise seinen Schlüsselbund verlegt habe, versuche sich zu erinnern, wann und wo er ihn zuletzt gesehen hat. "Damit besteht jede episodische Erinnerung unseres Lebens nicht nur aus einer Information oder einem Gegenstand, beispielsweise dem Schlüsselbund, sondern auch aus dem dazugehörigen Kontext."

Link zur Studie "Improving episodic memory: Frontal-midline theta neurofeedback training increases source memory performance" der Universität des Saarlandes: http://bit.ly/2FZ3FwI

(Ende)
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