business

AUSSENDER



pressetext.austria

Ansprechpartner: ws, email: <A HREF=mailto:redaktion@pressetext.at>redaktion@pressetext.at</A>, Tel. 01/402 48 51


FRüHERE MELDUNGEN

pte19980322006 in Business

Neue Funde belegen: Homo erectus fuhr zur See

Neubewertung der kognitiven Fähigkeiten des ersten Menschen an der Zeit


London (pte) (pte006/22.03.1998/14:26)

Bei der Erkundung eines alten Seebetts bei Mata Menge auf der Insel Flores, 500 Kilometer östlich von Bali fanden der Paläoanthropologe Mike Morwood und seine Kollegen von der University of New England in New South Wales - http://www.une.edu.au/home.html - ein gutes Dutzend Steinwerkzeuge, die vermutlich für die Bearbeitung von Pflanzen genutzt worden waren. Die Geräte lagen in einer Sandsteinschicht zwischen zwei Schichten von Ablagerungen vulkanischer Asche.

Die Forscher nehmen an, daß die Werkzeuge von Angehörigen der Urmenschen-Spezies Homo erectus stammen, von denen man weiß, daß sie vor etwa 800.000 Jahren auf Java gelebt haben. Das ist auch die Datierung für die Schichten von vulkanischer Asche, zwischen denen die Werkzeuge lagen. Allerdings hat man bisher nicht gewußt, daß die Vorfahren des Menschen so früh in Richtung Australien vorgedrungen sind. Australien ist nach bisherigen Erkenntnissen erst vor 100.000 Jahren besiedelt worden.

Jetzt muß man annehmen, daß der Homo erectus schon zur See fuhr. Um eine Siedlung auf Flores aufzubauen, müssen Dutzende von Individuen die Inseln überquert haben, meint Morwood. Um das zu organisieren, müssen sie - so die Vermutung des Paläoanthropologen - schon grundlegende Sprachkenntnisse gehabt haben. "Der Homo erectus war nicht nur ein besserer Affe", sagt Morwood. "Sie jagten Tiere mit sorgfältig hergestellten Speeren. Wir glauben, daß sie Seefahrten unternommen haben, um die indonesischen Inseln zu erreichen. Der Fund legt eine Neubewertung der kognitiven Fähigkeiten des Homo erectus nahe."

* Erste amerikanische Siedlungen älter als bisher angenommen *
In Chihuahua im Nordwesten Mexikos haben Archäologen der University of Texas in St. Antonio - http://www.utsa.edu/ - Siedlungsanlagen entdeckt, die vor über 3000 Jahren errichtet wurden. Die bisherigen Forschungen gingen davon aus, daß Siedlung und Ackerbau in Zentral- und Nordamerika erst vor etwa 1500 Jahren ihren Anfang nahmen. Das prähistorische Dorf mit Namen Cerro Juaneguena umfaßt fast 500 bogenförmige Terrassenanlagen, die ein eindeutiges Zeichen für geplanten Ackerbau seien, berichten die Wissenschafter im Magazin Sience. Aber auch einfachere Überflutungslandwirtschaft wie im Nildelta des antiken Ägyptens wurde betrieben. Angebaut wurden wahrscheinlich Mais und andere heimische Feldfrüchte.

Fraglich bleibt nun, wie sich in dieser Region Amerikas der Übergang von der Jäger und Sammler- zur Ackerbaugesellschaft vollzog. Die entdeckte Siedlung weise auf einen Zwischenzustand in dieser Entwicklung hin, meinen die Experten. Und dieser könnte sogar einige tausend Jahre angehalten haben. Das würde erklären, warum alle anderen Siedlungen, die halb so alt seien, noch einen ähnlichen Entwicklungstand zeigten. [Bild der Wissenschaft] (Ende)
Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: ws, email: <A HREF=mailto:redaktion@pressetext.at>redaktion@pressetext.at</A>, Tel. 01/402 48 51
Website: pressetext.at
|
Top