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pte20191211005 Medien/Kommunikation, Technologie/Digitalisierung

Netflix verliert 2020 vier Mio. US-Abonnenten

Starke Konkurrenz und hohe Monatsgebühren machen Streaming-Anbieter zu schaffen


Netflix: Viele Kunden in den USA schalten ab (Foto: unsplash.com/freestocks.org)
Netflix: Viele Kunden in den USA schalten ab (Foto: unsplash.com/freestocks.org)

Los Gatos/New York (pte005/11.12.2019/06:15) - Der Streaming-Riese Netflix http://netflix.com wird im Jahr 2020 voraussischtlich vier Mio. Abonnenten in den USA verlieren. Das prognostiziert die US-Investmentbank Needham http://needhamco.com , die auch das Rating des Medienunternehmens herabgesetzt hat. Die düstere Vorhersage begründet die Bank vor allem mit dem relativ hohen Preis von Netflix sowie der immer größeren Menge an konkurrierenden Anbietern.

Netflix braucht Werbung

"Netflix braucht einen zweiten, billigeren Service, um mit Disney+, Apple+, Hulu, CBS All Access und Peacock mithalten zu können", schreibt die Needham-Analystin Laura Martin. Die Geschäftsbilanz von Netflix würde geringeren Einnahmen nicht standhalten, weswegen das Unternehmen etwas an seinem Geschäftsmodell ändern müsse.

Needham sieht es als Fehler von Netflix, auf Werbungen zu verzichten. Weil so die monatliche Gebühr für den Service weiterhin hoch bleibt, würde das zu einem großen Verlust an Abonnenten führen. Um den entgegenzuwirken, solle Netflix ein alternatives Angebot einführen, bei dem die Gebühren niedriger sind und Nutzer dafür Werbungen auf der Plattform sehen. Laut einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens Splendig Research von Mai 2019 ist das Publikum diesem Konzept gegenüber nicht abgeneigt (pressetext berichtete: http://pte.com/news/20190509036 ).

"Schwache Kostenstruktur"

Am Ende des dritten Quartals 2019 gab Netflix an, etwas mehr als 60 Mio. Abonnenten in den USA zu haben. Dennoch ist Needham nicht die einzige Finanzinstitution, die den Streaming-Konzern herabgestuft hat. Die Citigroup setzte das Rating von Netflix in der vergangenen Woche herab. Grund dafür sei die starke Konkurrenz und die "schwache Kostenstruktur" des Unternehmens.

(Ende)
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