pte20090224001 in Leben
Naturparadiese besonders kriegsgeplagt
Zerstörung der Ökologie im Krieg bedroht Zivilbevölkerung langfristig
Fulda (pte001/24.02.2009/06:05)
Fast alle Kriege der letzten Jahrzehnte haben in Regionen mit besonders großem natürlichem Artenreichtum stattgefunden. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Naturschutzorganisation Conservation International http://www.conservation.org , die die Lage der Kriegszonen seit 1950 genauer analysierten. Demnach fanden neun von zehn der bewaffneten Konflikte mit mindestens 1.000 Todesopfern in den so genannten Biodiversitäts-Regionen statt, in denen die Hälfte aller weltweiten Pflanzenarten und zumindest 42 Prozent aller Wirbeltiere beheimatet sind. In den meisten dieser Regionen sind viele Pflanzen und Tiere vom Aussterben bedroht. Umgekehrt waren im selben Zeitraum zwei Drittel der insgesamt 34 Biodiversitäts-Regionen Kriegsschauplätze. Es sei neben der politischen und sozialen Verantwortung eine moralische Verpflichtung, die Ressourcen und Funktionsweise dieser Lebensräume zu schützen, schließen die Forscher aus ihrer Untersuchung.
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