Leben

BUSINESS

26.05.2020 - 15:00 | Treasury Intelligence Solutions GmbH
26.05.2020 - 13:30 | Schneider Electric GmbH
26.05.2020 - 11:58 | danberg&danberg.

MEDIEN

26.05.2020 - 12:30 | pressetext.redaktion
26.05.2020 - 06:15 | pressetext.redaktion
25.05.2020 - 11:30 | pressetext.redaktion

LEBEN

26.05.2020 - 15:15 | FH St. Pölten
26.05.2020 - 10:30 | Pangerl & Pangerl
26.05.2020 - 10:30 | pressetext.redaktion
pte20190918015 Forschung/Entwicklung, Medizin/Wellness

Natürliche Bypässe schützen vor Herzinfarkt

Forscher entschlüsseln komplizierten Mechanismus des Blutgefäßwachstums bei Erwachsenen


Herz: Körper hilft sich selbst (Foto: unsplash.com, Robina Weermeijer)
Herz: Körper hilft sich selbst (Foto: unsplash.com, Robina Weermeijer)

München/Gießen (pte015/18.09.2019/10:30) - Wissenschaftler der Universität Gießen http://uni-giessen.de haben zusammen mit Kollegen der LMU München http://www.uni-muenchen.de den Mechanismus des Blutgefäßwachstums bei Erwachsenen entschlüsselt. Demnach setzen "Alarmmoleküle" aus Nukleinsäuren eine Signalkaskade in Gang, die den Körper mittels der Ausbildung natürlicher Gefäß-Bypässe vor einem Herzinfarkt bewahrt. Details wurden in der Fachzeitschrift "Blood" der American Society for Hematology veröffentlicht.

Entlastende Umgehungskreisläufe

Bei der Arteriogenese vergrößert der Körper das bereits bestehende Netz an kleinsten Blutgefäßen, den Arteriolen. Durch einen mehrstufigen Prozess des Wachstums von Umgehungskreisläufen - sogenannten Kollateralarterien - kann der Verschluss einer größeren Arterie kompensiert und das unterversorgte Gewebe gerettet werden. Allerdings dauert dieser Prozess Tage bis Wochen, so dass in den meisten Fällen ein Verschluss des verengten Gefäßes durch eine Thrombose schneller erfolgt, als der natürliche Bypass gebildet werden kann.

Bei einem arteriellen Verschluss kommt es zu physikalischen Veränderungen und zusätzlichen Scherkräften des Blutstroms in den präformierten arteriellen Bypässen. Dies führt zur Freisetzung von "Alarmmolekülen" aus den Gefäßwänden, insbesondere von extrazellulären Ribonukleinsäuren (RNA). Diese Nukleinsäure-Alarmine setzen über eine Signalkaskade Wachstumsfaktoren frei, die das Innere der natürlichen Bypässe bis auf das 20-Fache vergrößern. Die Kollateralgefäße führen dem durch die Gefäßverengung unterversorgten Gewebe wieder ausreichend Blut und damit Sauerstoff und Nährstoffe zu.

Kaum jemand weiß von Rettung

"Viele Patienten, die einen nicht wahrgenommenen Gefäßverschluss hinter sich haben, wissen gar nicht, dass sie durch diese natürlichen Bypässe vor einem akuten Herzinfarkt gerettet wurden", unterstreicht Elisabeth Deindl vom Walter-Brendel-Zentrum für Experimentelle Medizin der LMU München. Fehlt die diesen Prozess auslösende extrazelluläre RNA oder sind bestimmte Teile der Signalkaskade blockiert, unterbleibt die Bildung von Umgehungskreisläufen und das Gewebe ist nicht in der Lage, sich zu regenerieren", ergänzt der Gießener Biochemiker Klaus T. Preissner.

(Ende)
Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Florian Fügemann
Tel.: +43-1-81140-313
E-Mail: fuegemann@pressetext.com
Website: www.pressetext.com
|
|
98.353 Abonnenten
|
180.092 Meldungen
|
73.367 Pressefotos

IR-NEWS

26.05.2020 - 21:00 | Addiko Bank AG
26.05.2020 - 20:25 | Addiko Bank AG
26.05.2020 - 18:15 | CA Immobilien Anlagen AG
Top