Epilepsie: Fettsäuren ermöglichen neuen Behandlungsansatz
Nebenwirkungen deutlich geringer als bei Medikamenten
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Fettsäuren: Neue Medikamente gegen Epilepsie (Foto: SPL) |
London (pte001/23.11.2012/06:00) Eine Substanz, die der Körper bildet, wenn er Fett zur Gewinnung von Energie nutzt, könnte laut Wissenschaftlern des Royal Holloway http://www.rhul.ac.uk und des University College London http://www.ucl.ac.uk eine neue Möglichkeit zur Behandlung von Epilepsie eröffnen. Erste Tests mit Fettsäuren wurden bereits durchgeführt. Details der Studie wurden in dem Fachmagazin "Neuropharmacology" http://www.journals.elsevier.com/neuropharmacology veröffentlicht.
Ketogene Diät lieferte Idee
Entstanden ist die Idee für den neuen Behandlungsansatz durch eine spezielle Diät, die Kinder mit schwerer gegen Medikamente resistenter Epilepsie erhalten. Die ketogene Diät enthält viel Fett und wenig Kohlenhydrate. Sie soll Aspekte des Hungers nachahmen. Dabei wird der Körper dazu gezwungen, mehr Fett als Kohlenhydrate zu verbrauchen. Diese Diät gilt laut BBC als wirksam. Sie wurde aber auch immer wieder kritisiert, da die Nebenwirkungen erheblich sein können. Mögliche Folgen sind Verstopfung, Unterzuckerung, ein verzögertes Wachstum und Knochenbrüche.
Erste wirksame Fettsäuren gefunden
Durch das Identifizieren der Fettsäuren, die bei der ketogenen Diät in Hinblick auf eine Epilepsie eine Rolle spielen, hoffen die Wissenschaftler, eine Tablette für Kinder und Erwachsene entwickeln zu können, die ähnlich wirksam ist aber nicht diese Nebenwirkungen hat. Bei ersten Tests wurden jetzt Fettsäuren gefunden, die über ein entsprechendes Potenzial verfügen könnten. Sie schnitten bei Tierversuchen zur Kontrolle epileptischer Anfälle nicht nur besser ab als das Medikament Valproat, sondern hatten auch weniger Nebenwirkungen.
Zahlreiche weitere Tests werden jedoch erforderlich sein, um festzustellen, ob dieser Behandlungsansatz auch beim Menschen wirksam und sicher ist. Matthew Walker vom University College London erklärte, dass weltweit rund 50 Millionen Menschen an Epilepsie leiden und dass rund ein Drittel der Patienten durch die bestehenden Behandlungsmöglichkeiten nicht optimal versorgt werden kann.
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