Schlecker-Betriebsrat fordert Staatshilfe
Erhaltung der Grundversorgung auf dem Land als Argument
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Schlecker: hofft auf staatliche Hilfe (Foto: schlecker.com) |
Ehingen (pte025/23.02.2012/14:30) Die insolvente Drogeriekette Schlecker http://schlecker.com setzt jetzt auf staatliche Rettung. Aufgrund der gesellschaftlichen Aufgabe des Unternehmens, vor allem in Dörfern und Kleinstädten, bittet der Betriebrat um öffentliche Fördergelder.
30.000 Mitarbeiter betroffen
"Seit Jahren zieht es Unternehmen aus strukturschwachen Gebieten hin zu den Städten. Da die Bevölkerung aber immer älter und immobiler wird, ist sie auf Nahversorger wie Schlecker angewiesen", erklärt Achim Neumann, ver.di-Unternehmensbetreuer für Schlecker http://verdi.de , im Gespräch mit pressetext.
Bereits Ende Januar hat Schlecker Insolvenz angemeldet. Rund 30.000 Mitarbeiter fürchten derzeit um ihren Job. Nun prüfen McKinsey-Berater das Sparpotenzial im Unternehmen, wie der Spiegel berichtet. Die Zukunft der Drogeriekette bleibt ungewiss. Worst-Case-Szenario: Die Marke Schlecker verschwindet gänzlich.
Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds
Vorerst wird aber noch gehofft. So ist man bei Schlecker der Meinung, dass den Staat eine Pflicht trifft, die Grundversorgung auf dem Land aufrechtzuerhalten. "Das hat auch die Europäische Union so gesehen und genau für solche Zwecke den Europäischen Sozialfonds gegründet. Damit soll die Grundversorgung in strukturschwachen Gebieten gesichert werden", so Neumann.
Zumindest will man die Läden in Dörfern und Kleinstädten erhalten. "Die Erhaltung von Schlecker ist auch notwendig, um die ganzen Arbeitsplätze, die momentan auf dem Spiel stehen, zu erhalten. Das ist ohne staatliche Hilfe nicht möglich", meint Neumann.
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