Biotech-Expansion: Wilex sieht sich gut aufgestellt
Zukäufe Heidelberg Pharma und Oncogene - Kapitalerhöhung vom Tisch
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Multipipette: Wilex-Chef sieht Expansionen gerechtfertigt (Foto: wilex.de) |
München/Zürich (pte027/24.11.2010/13:40) Das Münchner Biotechnikunternehmen Wilex http://wilex.de hat die beiden jüngsten Zukäufe Heidelberg Pharma und Oncogene auf dem Eigenkapitalforum in Frankfurt verteidigt. Für den Wilex-Chef Olaf Wilhelm rentiert sich die Expansion allein schon deshalb, da sich die Firmen der Krebsforschung verschrieben haben und in dem Wissenschaftssegment in verschiedensten Bereichen aktiv sind. Die Börse beäugt die Geschäftsstrategie der Bayern kritisch.
Nutzung von Vertriebsstrukturen
Dass die Zukäufe für Wilex eine optimale Ergänzung darstellen, zeigt sich an den Produkten. So stellt Oncogene Science Diagnostik-Tests her, die Krebs im frühen Stadium aufspüren. Zu den Produkten von Oncogene Science gehören beispielsweise Bluttests zur genauen Messung der Konzentration von Molekülen. Diese bilden die Basis für die Nierenkrebs-Antikörper von Wilex mit Namen Rencarex. Das Mittel wird auch gegen Bauspeicheldrüsenkrebs eingesetzt.
"Die Pharma- und Biotechnikbranche konsolidiert sich weiterhin. Übernahmen und Fusionen sind die Folge. Durch einen Zusammenschluss lassen sich bestehende Vertriebsstrukturen für den Verkauf von Produkten besser nutzen. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch viel Geld", so ein Insider gegenüber pressetext. Die Börsianer sehen das auch so. Bei Redaktionsschluss dieser Meldung (13:35 Uhr) notiert die Wilex-Aktie mit 0,40 Prozent im Minus bei 4,98 Euro.
Erreichen der Gewinnschwelle in Aussicht
Aber auch Heidelberg Pharma rundet das Wilex-Geschäft ab. Denn über seine Technologie-Plattform ADC entwickelt das Unternehmen neue Antikörper mit therapeutischem Ansatz. Die Plattform nutzt den Münchnern, da sie mit ihr eigene Medikamentenkandidaten erforschen oder die Technologie auslizenzieren lassen können. Die Münchner profitieren auch von der Infrastruktur für präklinische Studien, den man bislang selbst teuer ausgelagert hatte.
Obwohl sich Wilhelm mit Prognosen über die Profitabilität der Neuzugänge noch zurückhält, sollen beide Gesellschaften in den kommenden zwölf bis 18 Monaten vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen die Gewinnschwelle erreichen. In den kommenden Wochen jedenfalls will Wilex seine Finanzierungsoptionen weiter ausloten. Eine Kapitalerhöhung werde gegenwärtig nicht diskutiert. Denn es gebe auch die Option einer Auslizenzierung oder einer Partnerschaft.
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