pte20040625020 in Leben

Internationales Symposium über Homogene Katalyse

Topwissenschaftler präsentieren Katalysatoren für neue Wirkstoffe und Werkstoffe


München (pte020/25.06.2004/12:51) Mit zwei Nobelpreisträgern und vielfach ausgezeichneten Chemikern beginnt am 5. Juli in München das 14. Internationale Symposium über Homogene Katalyse, das von der Technischen Universität München und der Gesellschaft Deutscher Chemiker http://www.gdch.de/ (GDCh) veranstaltet wird. An dem fünftägigen Symposium nehmen etwa 950 Wissenschaftler aus 45 Ländern teil, darunter viele Nachwuchsforscher, die ihre eigenen Ergebnisse präsentieren.

So wird der japanische Nobelpreisträger Professor Ryoij Noyori die sogenannte asymmetrische Katalyse vorstellen. Diese wird auch als vierdimensionale Chemie bezeichnet, weil die Zeit (die Kinetik) neben der dreidimensionalen Struktur eine wichtige Rolle spielt. Mit bestimmten Übergangsmetall-Komplexen kann Wasserstoff effizient mit ungesättigten organischen Verbindungen reagieren.

In Deutschland gehört das Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim zu den ersten Adressen der Katalyseforschung. Dort hatte der Nobelpreisträger Karl Ziegler die Katalysatoren für Polymerwerkstoffe entdeckt. Heute befasst sich dort Professor Manfred T. Reetz mit der asymmetrischen Katalyse, der Hydrierung von Olefinen mit an Rhodium-Katalysatoren gebundenen Phosphorverbindungen als Liganden.

Die Katalyseforschung ist ein interdisziplinäres, aus der Chemie entspringendes Forschungsgebiet mit hohem Innovationspotenzial. Viele Entdeckungen in der Grundlagenforschung finden Anwendung in wirtschaftlich bedeutenden technischen Prozessen. Katalysegesteuerte Prozesse helfen, Energie zu sparen und umweltfreundlich zu produzieren. Derzeit werden über 80 Prozent der Produkte der chemischen Industrie auf katalytischem Wege hergestellt. 'Es gibt kein anderes technisches Prinzip, das ökonomische und ökologische Aspekte so sehr miteinander verbindet wie die Katalyse,' sagte der Chairman des Symposiums, der Chemiker Professor Wolfgang A. Herrmann von der Technischen Universität München. 'Katalyse ist die Zukunftstechnologie par exellence.'

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