Contest der Schönheits-Seiten
Start-ups wie Beautyspy.com und Vitago.de kämpfen gegen etablierte Drogerieketten
Köln (pte) (pte020/06.01.2000/12:26) Zum Jahreswechsel hat eine ganze Reihe neuer Webseiten im Schönheits- und Gesundheitsmarkt ihren Betrieb aufgenommen. Dabei rittern Neu-Einsteiger mit den ganz großen Handelsketten um Kunden. Die Münchner Holding InternetMediaHouse.com AG hat sich zu 40 Prozent am deutschen Kosmetik-Versand beautyspy.com beteiligt, einem Internet-Portal, über das Kosmetikprodukte bestellt werden können. http://www.beautyspy.com An derBeautySpy.com GmbH sind ehemalige Mitarbeiter von Boston Consulting, McKinsey und L´Oreal beteiligt. Die InternetMediaHouse AG ist die Mutter der Multimedia-Agentur @solutions.
Laut der Lebensmittelzeitung ist die Zahl der deutschen Internet-Drogerien noch dem neuen Jahrtausend von null auf sechs hochgeschnellt. Auch die Start-up Company Vitago möchte ganz vorne dabei sein. http://www.vitago.de "Die Einkaufskonditionen sind jetzt noch nicht so wichtig. Zunächst geht es darum, Volumen zu schaffen", erklärt der Vorstandsvorsitzende des Vitago Betreibers Yoi AG, Adrian Fopp, seine Sicht des Konkurrenzkampfs. Trotzdem sei Vitago sehr interessiert an einer "engen Zusammenarbeit" mit einem stationären Drogerie-Fachmarkt-Unternehmen und habe bereits vielversprechende Verhandlungen geführt.
Mit einem Sortiment von 15.000 Drogerieartikeln einschließlich OTK-Arzneien ist Vitago im Dezember gestartet. Vitago hat 300 Quadratmeter Kommissionierfläche im Lager eines deutschen Pharma- und Drogerie-Großhändlers gemietet und verpackt in der Halle dieses Familienunternehmens die bestellten Waren. Laut Fopp kann diese Form der Zusammenarbeit bis zu 10.000 Bestellungen pro Tag abwickeln. Die Auslieferung hat Hermes aus der Otto-Gruppe übernommen. Dem Kunden wird bei Bestellungen bis 11 Uhr die Zustellung am folgenden Werktag zugesagt. Möglich ist auch die Bestellung für abends ab 17 Uhr oder für samstags.
Als Werbeangebot bietet Vitago zur Zeit kostenlosen Versand an - später soll die Zustellung 4,75 DM kosten, aber bei Bestellungen über 50 DM frei bleiben. Die Warenpreise sind nach den Worten Fopps an Schlecker und dm orientiert. Als einen Vorteil Vitagos gegenüber den Konkurrenten auf dem Online-Markt bezeichnet Fopp die Unterstützung durch die Venture Kapital Gesellschaften Highland Capital und Earlybird. Earlybird ist auch einer der Investoren in den neuen Shop-Software-Anbieter Abaxx, der Vitago realisiert hat. http://www.abaxx.de Eine zweite Finanzierungsrunde läuft zur Zeit, der Börsengang wird bereits vorbereitet.
Vitago ist als internationale Firma angetreten und will "im Frühjahr" von selbstständigen, nationalen Teams organisierte Shops in Frankreich, England und Italien eröffnen. Neue Web-Drogerien sind neben Vitago Beautynet.de (http://www.beautynet.de), Beauty24.de (http://www.beauty24.de), Budnikowsky.de (http://www.budnikowsky.de) und demnächst Abea.de (http://www.abea.de).
Mit Rossmann Online (ROL) mischt auch der Drogeriemarkt-Unternehmer Dirk Roßmann seit Anfang Dezember im Internet mit. Obwohl die Erwartungen nüchtern sind, so rechnet der Chef doch damit, dass die Umsätze im elektronischen Geschäft binnen zehn Jahren auf rund 10 Prozent für die derzeitige Nummer Fünf unter den deutschen Drogeriemarkt-Unternehmen steigen. Über drei Mio. DM (21 Mio. Schilling) will der Herr über 500 Drogeriemarkt-Filialen in Nord- und Ostdeutschland heuer in die nationale Zeitungswerbung stecken, um die Aufmerksamkeit auf das jüngst gestartete Internet-Geschäft zu lenken.
Der Kunde kann sein Produkt aus einem insgesamt 8.000 Artikel umfassenden Sortiment über die Themenbereiche Schönheit, Gesundheit, Körperpflege, Haushalt, Baby und Foto/CD suchen. Vielfältige Sortiermöglichkeiten, beispielsweise nach Produkteigenschaften oder Marken, sowie eine Schnellkauf-Funktion sollen bei der Suche helfen. Die sofortige Addition der Einkaufspreise erleichtert den Überblick. "Die Preise sind sehr scharf kalkuliert", unterstreicht Dirk Roßmann den Anspruch, als preisagressiver Anbieter aufzutreten.
Die Auslieferung der Ware erfolgt aus dem selbst geführten Kommissionierzentrum in Burgwedel über den privaten Paketdienstleister UPS. Bei einem Mindestbestellwert von 40 DM (280 S) betragen die Versandkosten 3,90 DM (knapp 28 Schilling). Ab einer Bestellsumme von 90 DM je Paket liefert Rossmann Online kostenfrei. Bezahlen kann der Kunde per Bankeinzug, Kreditkarte oder Nachnahme. Um mit Erfolg zu arbeiten - bisher hat die Entwicklung des Internet-Shops rund 2,5 Mio. DM gekostet - "bräuchten wir 1000 Bestellungen täglich", so Roßmann. (LZnet)
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