Warnung vor falschen Aktien im Internet
Immer mehr Kriminelle aller Art tummeln sich auf virtuellen Plattformen
Düsseldorf (pte) (pte010/12.09.1999/13:22) Noch mehr als im realen Leben muss der Verbraucher in der virtuellen Welt Angebote auf ihre Glaubwürdigkeit überprüfen. Denn derzeit steht die Internet-Szene vor einer neuen Welle von "Kettenbrief-Kriminalität" und unseriösen Aktienangeboten. Gutgläubige Verbraucher werden am heimischen PC zu Kreditkartentransaktionen veranlasst, die Anbieter versprechen dabei, dass sich "Investitionen" innerhalb von wenigen Monaten mindestens verzehnfachen. Getarnt werden die kriminellen Aktivitäten unter Bezeichnungen wie "Cyber Marketing", "mehrstufige Vertriebssysteme", "Pyramiden-Marketing", "Electronic Commerce Systems" und "Gratisaktien". Mindestens 50 verdächtige Fälle würden derzeit gerichtlich untersucht, erklärt Frank Verhage, Geschäftsführer der Telekom- und Netzwerkfirma Detron in Düsseldorf.
Als "bisher schwersten Fall" von Aktien-Schwindel im Internet bezeichnete Detron-Chef Frank Verhage die Himmel Technology LCC, die ein Handels- und Auktionshaus im World Wide Web betreibe. Gutgläubige Verbraucher werden mit dem Versprechen gelockt, nach dem vermeintlich geplanten Börsengang des Unternehmens kostenlose Aktien zu erhalten. Dieser sowie weitere Fälle werden derzeit von der US-amerikanischen Börsenaufsicht Securities Exchange Commission (SEC) auf ihren kriminellen Gehalt hin untersucht. Im Kettenbrief-Schwindel falle die "New Fortuna Alliance" besonders negativ auf. Dieser Organisation sei es gelungen, innerhalb von vier Monaten rund 280 Mio. Schilling von etwa 30.000 Personen in mehr als 50 Ländern zu ergattern. Mittlerweile habe die US-Federal Trade Commission (FTC) dem Treiben ein Ende gesetzt. Die eingezahlten Gelder dürften aber trotzdem verloren sein.
Eine Hauptrolle für die Ausbreitung der Internet-Kriminalität spielt nach Einschätzung von Detron der derzeitige Aktienboom. Schon seit einiger Zeit könnten Firmen den Gang an die Börse antreten, indem sie im Rahmen einer Erstemission Aktien über das Internet zum Kauf anbieten. Dies sei zwar "eine hervorragende Methode für aufstrebende innovative Unternehmen, sich mit Kapital zu versorgen, aber leider auch eine attraktive Plattform für Kriminelle, Aktien von Scheinfirmen oder zu völlig überhöhten Ausgabekursen anzupreisen", erklärt Frank Verhage. Am schwierigsten in den Griff zu bekommen seien gezielt gestreute Falschinformationen über börsennotierte Unternehmen, urteilt Verhage. So würden die zahlreichen Message-Boards über Aktienkurse im Internet immer mehr von Spekulanten genutzt, um Stimmung für oder gegen in Unternehmen zu machen und damit den Kursverlauf zu beeinflussen. http://www.detron.com
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