pte20260402002 in Business

Trumps Zölle schaden US-Unternehmen

KPMG-Umfrage: Umsätze sinken, Preise steigen, Extra-Kosten werden an Kunden weitergereicht


Importzölle belasten US-Unternehmen zusehends (Foto: pixabay.com, Andreas)
Importzölle belasten US-Unternehmen zusehends (Foto: pixabay.com, Andreas)

New York (pte002/02.04.2026/06:05)

Ein Jahr, nachdem die Trump-Regierung begonnen hat, Zölle auf eine breite Palette von Importen zu erheben, sehen US-Firmen ihre Margen sinken und die Betriebskosten steigen. Nicht alle können die Kostensteigerungen auffangen und müssen sie an ihre Kunden weitergeben. Zu diesem Befund kommt eine jüngst veröffentlichte Umfrage des Wirtschaftsberatungsunternehmens KPMG. Ein weiterer Effekt dieser Zollpolitik: US-Unternehmen haben schrittweise angefangen, ihre Lieferketten zu ändern und Produktionsstätten zurück in die USA zu holen, so KPMG. Dies werde jedoch mehrere Jahre dauern. Hemmnisse seien die hohen Arbeitskosten in den USA, ein höherer Kapitalinvestitionsbedarf, tief integrierte globale Lieferketten und anhaltende Handelsunsicherheiten.

Stetiger Preisanstieg

Die aktuelle KPMG-Umfrage unter US-Führungskräften sowie Befragungen von 2025 zeigen, dass die Preise im vergangenen Jahr kontinuierlich gestiegen sind. Der Anteil der Firmen, die über die Hälfte der Zollkosten weitergeben, ist auf 34 Prozent gestiegen - gegenüber 13 Prozent im Mai 2025. Darüber hinaus äußern 55 Prozent der Entscheider, sie würden die Preise innerhalb der nächsten sechs Monate um bis zu 15 Prozent anheben.

"Die Last der Zölle ist nun voll und ganz auf die Verbraucher übergegangen", kommentiert Brian Higgins, US-Branchenleiter für die industrielle Fertigung bei KPMG U.S. "Während die Unternehmen den anfänglichen Schock für ihre Margen abgefedert haben, passen die allermeisten nun ihre Preise an." Auch anderweitig haben die Zölle den US-Unternehmen laut KPMG geschadet: 82 Prozent verbuchen Rückgänge bei Auslandsumsätzen, 61 Prozent melden nun auch einen Rückgang der Inlandsumsätze.

Fokus auf Lieferketten

"Angesichts der anhaltenden Handelsunsicherheit wechseln Führungskräfte von der Verteidigung in die Offensive, indem sie ihre globalen Lieferketten neu gestalten", so Scott Rankin, Leiter des Geschäftsbereichs Advisory Products bei KPMG U.S., abschließend. "Die klare Erkenntnis für jeden CEO ist, dass die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette nicht mehr optional ist – sie ist ein Wettbewerbsvorteil, in den man heute investieren muss, um morgen zu gewinnen." Bereits vor Monaten hatten diverse ökonomische Studien festgestellt, dass vor allem die US-Bürger die Zeche für Trumps Zollpolitik zahlen müssen, wie pressetext berichtete.

(Ende)
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