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pts20030626025 Unternehmen/Wirtschaft, Medien/Kommunikation

Münze Österreich AG mit Rekordergebnis 2002


Wien (pts025/26.06.2003/14:36) - Als unübertroffenes und in absehbarer Zeit wohl auch nicht zu übertreffendes Rekordjahr bezeichnete Nationalbankpräsident Adolf Wala in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender das Geschäftsjahr 2002 der MÜNZE ÖSTERREICH AG. Im Rahmen der Bilanz-Pressekonferenz präsentierten die Vorstandsdirektoren Dietmar Spranz und DI Kurt Meyer die Ergebnisse des ersten Euro-Jahres.

Rekordergebnis vom Euro geprägt

Der Jahresabschluss 2002 und sein Rekordergebnis waren im wahrsten Sinne des Wortes "vom Euro geprägt". Dieses außergewöhnliche Ergebnis steht am Abschluss eines mehrjährigen Prozesses von Fertigung, Lageraufbau und Auslieferung der neuen Euro- und Centmünzen. Die Nettoumsätze und Gewinne aus der Euro-Umstellung nannte Nationalbankpräsident Adolf Wala zwar ein "Muss", begründet in der Bestimmung des Unternehmens, das Land mit der erforderlichen Menge an Münzgeld zu versorgen. Gleichzeitig lobte Wala den Beitrag der 100%igen OeNB-Tochter MÜNZE ÖSTERREICH an der Euro-Bargeld-Einführung mit den Worten: "Es hätte gar nicht besser funktionieren können." Ein Geschäftsergebnis in den Dimensionen des Jahres 2002 ist jedoch nur im Rahmen einer Währungsumstellung zu erzielen und somit kaum wiederholbar. Nun folgt sozusagen die "Rückkehr zur Normalität".

Im Geschäftsjahr 2002 erzielte die MÜNZE ÖSTERREICH einen Nettoumsatz von 543 Mio. EUR (2001: 190 Mio. EUR), wobei die Rücklösungen des Schilling-Hartgeldes bereits als Erlösschmälerungen berücksichtigt sind. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit EGT erreichte einen Wert von 281,9 Mio. EUR (2001: 59,7 Mio. EUR).

Trotz des extrem großen Anteiles der Umlaufmünzen am Gesamterlös konnte die MÜNZE ÖSTERREICH gemeinsam mit ihren im Münzfachhandel tätigen Tochterfirmen wie im Vorjahr rund 22% ihres gesamten Umsatzes im Ausland erzielen. Maßgeblich dazu beigetragen haben die Exporterfolge des Wiener Philharmonikers vor allem in Japan.

An die Muttergesellschaft, die Oesterreichische Nationalbank, wird die Rekorddividende von
200 Mio. EUR ausgeschüttet. Aufsichtsratspräsident Wala wies darauf hin, dass die Republik Österreich in erheblichem Maße an den Notenbankgewinnen und damit indirekt auch an den von der MÜNZE ÖSTERREICH ausgeschütteten Dividenden partizipiert.

Zahlen zu Euro und Schilling

Der Nennwert aller ausgelieferten Euro-Umlaufmünzen betrug im Jahr 2002 rund 607 Mio. EUR, wovon der weitaus überwiegende Teil aber bereits in den Jahren 1999 bis 2001 produziert worden war. Durch die Ausgabe der Startpakete für Konsumenten und Handel waren 2001 bereits 194 Mio. EUR ergebniswirksam geworden. Somit brachte der Euro in den beiden Jahren einen Bruttoumsatz von etwa 800 Mio. EUR. Nach Abzug der Schillingmünzen-Rücklösungen lag der Nettoumsatz bei 465 Mio. EUR.

Die größten Mengen an Schilling und Groschen gelangte noch innerhalb der dualen Phase - also bis Ende Februar 2002 - in den Rücklauf. Ihr Wert betrugen nach 97 Mio. EUR im Jahr 2001 im Berichtsjahr rund 240 Mio. EUR. Alles in allem wurden bis heute 2,8 Mrd. Stück Schilling- und Groschen-Umlaufmünzen mit einem Gewicht von fast 8000 Tonnen rückgelöst. Statistisch gesehen befinden sich noch Umlaufmünzen der Schillingära im Gegenwert von ca. 300 Mio. EUR "im Umlauf".

Euro zum Sammeln

Nicht nur als Zahlungsmittel macht der Euro gute Figur. Selten zuvor gab es bei Münzen einen derartigen Sammelboom, von dem gerade die Ausgaben der MÜNZE ÖSTERREICH profitierten. Viele der in hochwertigen Sammlerqualitäten geprägten Münzen waren rasch ausverkauft, manche aufgrund der zahlreichen Vorbestellungen schon lange vor ihrer Ausgabe vergriffen. Das hatte oft erhebliche Wertsteigerungen zur Folge, was in der MÜNZE ÖSTERREICH mit gemischten Gefühlen gesehen wird. "Münzensammeln ist an sich schon ein attraktives, abwechslungsreiches Hobby", meint MÜNZE ÖSTERREICH Generaldirektor Dietmar Spranz: "Wertsteigerungen können ein erfreulicher Nebeneffekt sein, sie sind aber für den Sammler üblicher Weise nicht das eigentliche Kaufmotiv."

Der Wiener Philharmoniker

Nach einem flauen Goldjahr 2001 konnten 2002 weltweit wieder deutlich mehr, nämlich mehr als doppelt so viele "Wiener Philharmoniker" abgesetzt werden. In ihrem ersten Jahr mit Euro-Nennwert war abermals Japan der wichtigste "Philharmoniker"-Markt. Aber auch in Europa und Nordamerika legten die Verkäufe gegenüber 2001 deutlich zu. "Die Entwicklung des Goldkurses bestätigt den Stellenwert von Anlagegold als 'sicherer Hafen'. Das gilt gerade für Zeiten turbulenter Börsenentwicklungen und gedämpfter Wirtschaftsprognosen", sieht Generaldirektor Spranz die Bedeutung des edlen Metalls bestätigt.

Halbfabrikate, Consulting und Sonderprodukte

Die Umsätze im Bereich der Halbfabrikate, des Technischen Consulting sowie der Medaillen und Sonderprodukte konnte auf 8,0 Mio. EUR gesteigert werden (2001: 7,2 Mio. EUR). Dabei handelt es sich um Umsätze, bei denen das Edelmetall zumeist von der Kundenseite beigestellt wurde und die Wertschöpfung zur Gänze im Haus verblieb. Bei den Ronden aus Gold - als Ronden werden die noch nicht geprägten Münzplättchen bezeichnet - wurde die bedeutende Weltmarktposition der MÜNZE ÖSTERREICH weiter ausgebaut. Mittlerweile beziehen Prägestätten aus etwa 40 Ländern Edelmetallronden aus Österreich. Immer mehr Gold- und Silbermünzen weltweit haben sozusagen "ein Herz aus Österreich". Aufgrund der regen Nachfrage waren 2002 bereits drei Viertel aller in der MÜNZE ÖSTERREICH produzierten Edelmetallronden nicht für den Eigen- sondern für den Fremdbedarf bestimmt. "Durch gezielte Investitionen arbeiten wir in der Rondenfertigung stetig an qualitativen Verbesserungen, Erweiterungen der Kapazitäten sowie vereinfachten Fertigungsabläufen", berichtet Vorstandsdirektor DI Kurt Meyer: "Auch im laufenden Jahr trägt dieser Bereich erfolgreich zur Auslastung der Kapazitäten bei."

Der Ausblick

Für das laufende Jahr 2003 ist bei den Euro-Umlaufmünzen mit einem Umsatz von knapp unter 50 Mio. EUR zu rechnen. Äußerst positiv entwickeln sich nach wie vor die Verkäufe der Sammlermünzen. Vier der sechs heuer auf den Markt gebrachten Münzausgaben - darunter die weltweit erste Silber-Niob-Prägung - sind bei der Wiener Prägestätte längst nicht mehr erhältlich, die beiden anderen so gut wie ausverkauft. Auch der Absatz von Goldanlagemünzen verläuft zufrieden stellend. Nach dem aus Gründen der Währungsumstellung erzielten Rekordergebnis im Jahr 2002 wird für 2003 ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit EGT von über 20 Mio. EUR erwartet.

(Ende)
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