pts20230315012 Technologie/Digitalisierung, Bildung/Karriere

Mixed Reality für Lehre, Organisation und Forschung

FH St. Pölten fördert den Einsatz von Augmented, Virtual und Mixed Reality


Usertest (Stefan Killian/FH St. Pölten)
Usertest (Stefan Killian/FH St. Pölten)

St. Pölten (pts012/15.03.2023/10:20)

Im Projekt MIRACLE (Mixed Reality für Arbeit, Collaboration und Lehre) entwickelten Dozent*innen und Forscher*innen der Fachhochschule St. Pölten eine Strategie für den Einsatz von Augmented, Virtual und Mixed Reality (MR) in den Bereichen Lehre, Organisation sowie Forschung und Wissenstransfer.

Die aktuellen Fortschritte bei Technologien wie Mixed Reality (MR) oder der künstlichen Intelligenz (KI) verändern die Art und Weise, wie wir lernen und neue Fähigkeiten erwerben. Die Fachhochschule St. Pölten fördert den Einsatz von neuen Technologien und möchte diesen vor allem in den Bereichen Lehre und Organisation sowie Forschung und Wissenstransfer verankern. Ziel des Projekts MIRACLE war es, innovative Nutzungsszenarien für Mixed Reality zu entwickeln und diese Technologien in den jeweiligen Bereichen zugänglich zu machen.

Lehrende, Studierende, Forschende und Mitarbeitende sollen die Vorteile der Hard- und Software-Lösungen nutzen können, beispielsweise im Bereich New Work/Remote Collaboration – entstanden durch die geltenden Anforderungen während der COVID-19-Pandemie –, im internationalen Austausch sowie im Unterricht, um den Studierenden Lehrinhalte durch virtuelle Hands-on Erfahrungen zu vermitteln.

"Ein längerfristiges Ziel ist es, Hochschulen und Lehrende bei der Transformation traditioneller Unterrichtsmodelle zu unterstützen (z.B. von Hörsaal-basiertem, angeleiteten Unterricht zu authentischen und von Studierenden (mit-)gestaltbaren Lernerfahrungen bzw. Lernumgebungen). Längerfristig könnten solche Lernumgebungen auch in Kooperationen im (Schul-) Bildungs- und Vermittlungsbereich weiterentwickelt werden", betont Thomas Moser, Projektleiter MIRACLE, Leiter des Instituts für Creative\Media/Technologies.

Die FH St. Pölten hat den Einsatz von MR-Technologien in der Lehre im neuen Service- und Kompetenzzentrum für Lehr-Lernentwicklung und Bildungsangebote (LEARN) fest verankert.

"Digital gestützte Lehr-Lernressourcen orientieren sich an der der studentischen Lebenswelt und ermöglichen Lehr-Lernprozesse auf zugängliche Weise. Dadurch sind sie unabdingbarer Bestandteil von Hochschullehre. Zielgerichtete Begleitforschung verhilft dabei, zu erfahren, wie durch Mixed Reality Lernergebnisse gefördert werden können. Der Einsatz digitaler bzw. virtueller Lehr-Lernressourcen muss zudem didaktisch gerahmt sein", betont Lisa David, Leiterin von LEARN.

Mixed Reality in der Lehre

Eines der wichtigsten Projektziele von MIRACLE war die Department-übergreifende Zusammenarbeit beim Einsatz von Mixed Reality im Rahmen existierender Lehrveranstaltungen. Das Team um Thomas Moser entwickelte dazu Lehr- und Lern-Szenarien und führte Usertests mit Lehrenden und Studierenden durch. Mit dem Department Gesundheit wurden ein Anatomie- und ein Pflegelerntool getestet. Mit dem Department Soziale Arbeit wurde eine interaktive 360°-Videoapplikation für das Training von anspruchsvollen Gesprächssituationen, z.B. dem Überbringen von schlechten Nachrichten, selbst entwickelt.

Interdisziplinäre Forschungsprojekte

Im Bereich der Forschung wurden im Projektzeitraum von MIRACLE u.a. die folgenden drei Forschungsprojekte umgesetzt.

Austausch auf europäischer Ebene

Für das Projekt wurde mit unterschiedlichen europäischen Hochschulen zusammengearbeitet. Mit der Vidzeme AUS in Lettland, eine Partnerhochschule der Europäischen Hochschulallianz E³UDRES², wird an einem gemeinsamen europäischen Masterprogramm gearbeitet, das sich auf neue XR-basierte Lernstrategien konzentriert und die Absolvent*innen darauf vorbereitet, innovative Produkte und Anwendungen für zukünftige Märkte zu entwickeln.

(Ende)
Aussender: FH St. Pölten
Ansprechpartner: Maja Sito
Tel.: +43 676 847 228 265
E-Mail: maja.sito@fhstp.ac.at
Website: www.fhstp.ac.at
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