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pte20000217019 in Leben

Mit Immunkampfzellen gegen Rückenmarksverletzung

Bestimmte Zelldosis hilft bei Schadensbegrenzung


Rehovot/Israel (pte019/17.02.2000/11:00)

Ein zum Teil durchtrenntes Rückenmark führt zu Querschnittszeichen, Lähmungen, Gefühllosigkeit unterhalb der Verletzung. Wissenschaftler des israelischen Weizmann-Instituts http://www.weizmann.ac.il/weiz/home4_all.html haben erforscht, wie man mit Immunzellen derartige Nervenverletzungen bessern kann.

Die Entzündung, das "feindliche Milieu" nach einem Trauma, zieht auch unbeschadete Fasern in Mitleidenschaft, vergrößert die Folgen. Das neurobiologische Forschungsteam um Michal Schwartz setzte bei Ratten gegen Nervenzellen gerichtete Kampfzellen, so genannte T-Lymphozyten, ein. Bislang hatte man angenommen, dass T-Zellen gegen den eigenen Körper schädlich wirken, beispielsweise bei Multipler Sklerose.

Die im Magazin Lancet http://www.thelancet.com/ veröffentlichte Studie ergab jedoch: Bei zum Teil durchtrenntem Rückenmark kann eine bestimmte Zelldosis bei der Schadensbegrenzung helfen. Mit T-Zellen behandelte Ratten mit einem Teilquerschnitt konnten die zuvor gelähmten Beine wieder bewegen. Bei den unbehandelten Nagern schritt die Lähmung fort.

Dies könnte neue Behandlungswege eröffnen, bei denen Patienten Immunzellen aus dem Blut entnommen und an den verletzten Nerven wieder zugesetzt würden. "Das Konzept ist, mit dem existierenden Reparaturmechanismus des Körpers zusammenzuarbeiten, der offensichtlich Bestärkung und Überwachung braucht", erklärt Neuroimmunologin Schwarz. (wsa) (Ende)
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