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pte20190719005 Bildung/Karriere, Unternehmen/Finanzen

Millennials wollen im Job gefördert werden

Weiterbildung besonders wichtig - Unternehmen soll nicht unnötig Steine in den Weg legen


Junger Angestellter: Bürokultur oft Barriere (Foto: pixabay.com, SnapwireSnaps)
Junger Angestellter: Bürokultur oft Barriere (Foto: pixabay.com, SnapwireSnaps)

Cambridge (pte005/19.07.2019/06:15) - Millennials wollen ihre Fähigkeiten im Job weiterentwickeln und erwarten dabei Unterstützung vom Dienstgeber. Sie sehen in der Unternehmenskultur die meisten Barrieren für ihre Leistung. Bei den eigenen Fähigkeiten und ihrer Selbstentwicklung sind sie dagegen sehr selbstsicher, auch wenn sie sich immer weiter verbessern wollen. Zu dem Ergebnis kommt eine Studie der Harvard University http://harvard.edu .

"Die Studie zeigt, dass Millennials wissbegierig und gewillt sind, Fähigkeiten wie strategisches Denken, Verhandlungstechnik, Kommunikation und analytisches Denken immer weiter zu verbessern. Sie verstehen, welche Bedeutung die Automatisierung für die Zukunft der Arbeit hat. Deswegen ist ihnen Wissen am wichtigsten", sagt Vivek Chachra, Manager von Harvard Business Publishing in Indien.

Junge Angestellte wollen besser werden

Für die Studie haben die Forscher 2.700 junge Angestellte und Studenten aus über 100 Ländern befragt, die kürzlich den Abschluss geschafft haben. Als das größtes Hindernis bei der Arbeit sehen die Probanden eine restriktive Unternehmenskultur (27 Prozent). Dahinter folgen ein Mangel an Fortbildung (26 Prozent), unklare oder sich veränderte Rollen im Job (22 Prozent) sowie ein Mangel an Zusammenarbeit (19 Prozent).

Bei sich selbst sehen Millennials dagegen keine Hindernisse für eine gute Leistung. Etwa drei Viertel der Befragten geben sich selbstbewusst, was die eigenen technischen Fähigkeiten anbelangt. Nur zehn Prozent fühlten sich in dieser Hinsicht unsicher. Dennoch wollen viele ihre Fähigkeiten verbessern. Mehr als ein Drittel (38 Prozent) würden ihr eigenes Geld darin investieren, mehr über Datenwissenschaft zu lernen. Ein Drittel will sich im kreativen und innovativem Denken verbessern, 30 Prozent im analytischen Denken, 29 Prozent bei der Kommunikation.

Künstliche Intelligenz wirft ihre Schatten

Von ihrem Dienstgeber erwarten sich die Probanden vor allem flexible Arbeitsbedingungen (27 Prozent). Ein Viertel wünscht sich einen klaren Karrierepfad mit Aufstiegsmöglichkeiten. Einem Fünftel sind gute Weiterbildungsprogramme und eine eindeutige Vision des Unternehmens wichtig. Leidenschaftliches und charismatisches Führungspersonal ist für 19 Prozent von Bedeutung.

Ein Thema, das für Millennials besonders präsent ist, ist Automatisierung und Künstliche Intelligenz. Fast zwei Drittel (61 Prozent) der Probanden sind der Ansicht, dass ihr Job oder zumindest Teile davon in Zukunft von einer Maschine ausgeführt werden könnte. Nur ein Viertel ist sich sicher, dass sie nicht von einem Roboter ersetzt werden. Etwa neun Prozent wissen nicht, welche Auswirkungen Künstliche Intelligenz auf ihre Arbeit haben wird. Mehr als ein Viertel (28 Prozent) wollen mehr Wissen über Künstliche Intelligenz erlangen.

(Ende)
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