pts20010404020 in Forschung
Microsoft sehr erfolgreich im Kampf gegen Internet-Piraterie
Innerhalb von acht Monaten fast 40.000 Fälle in 22 Ländern aufgedeckt
Wien (pts020/04.04.2001/11:49)
Microsofts Bemühungen gegen Internet-Piraterie haben in den vergangenen acht Monaten neuerlich große Erfolge erzielt: Gemeinsam mit nationalen Polizeibehörden in 22 Ländern konnten 38.068 Fälle aufgedeckt werden, die im Internet aufgespürt werden konnten."Seit August letzten Jahres wurden weltweit fast fünf Millionen gefälschte Microsoft Software- und Hardware-Produkte mit einem geschätzten Verkaufswert von 1,7 Milliarden Dollar (1,8 Milliarden Euro) entdeckt. Das ist eine dramatische Steigerung gegenüber dem Vorjahr", sagt Sharon Golec-Keniger, Corporate Attorney für Microsoft EMEA und Verantwortliche für Internet-Piraterie. "Die Ergebnisse basieren auf einer weltweiten Kampagne gegen Software-Piraterie. Darüber hinaus arbeitet Microsoft seit vielen Jahren mit Industriepartnern, Unternehmen und Internet Service Providern eng zusammen, um Kunden zu schützen und Fälschern das Handwerk zu legen."
Internationale Software-Fälscher schlagen Kapital aus dem Internet
Die Distributionswege, um gefälschte Software an den Mann zu bringen, haben sich entscheidend geändert. "Softwarefälscher nutzen immer stärker das Internet als weltweiten Distributionskanal für illegale Software und andere Produkte", erläutert Sharon Golec-Keniger. "Unter der Führung organisierter krimineller Banden mit internationalen Beziehungen floriert das Geschäft mit gefälschter Software. Damit können Straftaten wie beispielsweise Drogenhandel und Terrorismus finanziert werden." Internationale Softwarefälscher verkaufen auf diesem Weg einfacher kleinere Mengen gefälschter Software direkt an Kunden. Softwarefälscher zielen nun vermehrt darauf ab, sich der Entdeckung durch die Polizeibehörden zu entziehen, indem sie die Anonymität des Internet ausnutzen.
Seit März 1999 wurden mit Hilfe des Microsoft Internet Monitoring Tool insgesamt 79.091 illegale Angebote aus dem Internet beseitigt. Das Internet Monitoring Tool von Microsoft überprüft das Internet auf illegale Angebote. Allein im Februar 2001 wurden 6.430 Offerte entfernt; im Durchschnitt werden monatlich 4.756 Angebote aus dem Web genommen.
Rechtliche Konsequenzen gegen einzelne Fälscher
Bei der Microsoft Anti-Piracy Hotline in Deutschland gehen monatlich durchschnittlich 1.300 Anrufe ein. In vielen Fällen melden sich Kunden, die unsicher sind, ob sie gefälschte Software erworben haben oder Anwender, die Hinweise auf Auktions-Sites und Downloads im Internet geben. Mitarbeiter der Microsoft Rechtsabteilung tätigen daraufhin gemeinsam mit der Business Software Alliance (BSA) Testkäufe auf den verdächtigen Sites. In 99 Prozent der Fälle sind diese erfolgreich und die erworbenen Produkte erweisen sich als Fälschungen.
Allein in Österreich sind gegenwärtig mehr als 10 Strafverfahren wegen Vertriebs illegaler Raubkopien über das Internet anhängig. Die Tendenz ist eindeutig steigend. So werden seit Ende vergangenen Jahres gezielt Testkäufe bei Anbietern im Internet durchgeführt. Erst vor wenigen Tagen konnten im Zuge einer strafgerichtlichen Hausdurchsuchung weit über 100 gebrannte Datenträger sichergestellt werden, die zum Online-Vertrieb bereit standen.
So verpflichtete sich Herr H. - er bot von Oberösterreich aus illegale Softwarekopien im Internet an - per gerichtlichem Vergleich zur Zahlung einer Schadensersatzsumme von ATS 130.000,- und zur Vernichtung der bei ihm sichergestellten Raubkopien. Herr D. - eine Privatperson aus Graz - verpflichtete sich nach einer Hausdurchsuchung wegen Vertriebs gebrannter CD-Rs im Internet zu einer Schadensersatzzahlung von ATS 140.000,-, einer Vergleichsveröffentlichung, einer sofortigen Unterlassung der Eingriffe und Vernichtung der sichergestellten Datenträger.
Konsumentenbeschwerden über online gekaufte Produkte um 500 % gestiegen
Kunden werden oft ahnungslos oder auch wissentlich Opfer von Software-Piraterie und Betrug im Internet, indem sie Software erwerben, die sich als gefälscht erweist. In einigen Fällen erhalten Kunden, die über das Internet bestellen, niemals die angeforderte und bezahlte Ware. In anderen Fällen erhalten sie eine fehlerhafte CD oder holen sich beim Download im Internet ein Virus. Innerhalb der letzten acht Monate nahmen die Beschwerden bei den Microsoft Anti-Piracy Hotlines bezüglich online erworbener, gefälschter Produkte um 500 Prozent zu.
Software-Hersteller als Opfer der Verletzung von geistigem Eigentum
Kunden sind nicht die einzigen Opfer von Software-Piraterie. Die Urheber von Software oder anderem geistigen Eigentum sind immer öfter die Leidtragenden einer Internet-Mentalität, die fremden Ideen das Recht auf Schutz vor illegalem Kopieren und Vermarkten abspricht.
So wurde mit der jüngsten Gerichtsentscheidung im Napster-Fall deutlich, welche Bedeutung der Schutz geistigen Eigentums in der heutigen digitalen Welt hat. Weil sich die Vertriebswege ändern und Angebote immer stärker in das Internet verlagert werden, ist es entscheidend, dass Maßnahmen ergriffen werden, die die Rechte des geistigen Eigentums von Urhebern schützen und breites ökonomisches Wachstum fördern.
Microsoft engagiert sich für die Entwicklung und Implementierung von technischen Lösungen, die dazu beitragen, geistiges Eigentum im Internet sowohl sicher zu vertreiben und als auch vor Missbrauch zu schützen. Weil neue Technologien es immer einfacher machen, gefälschte Produkte online zu vertreiben, ist es unbedingt erforderlich, dass Content- und Service-Provider zusammenarbeiten. Nur so kann sichergestellt werden, dass Kunden auf legale Online-Angebote zugreifen können. Darüber hinaus müssen die Möglichkeiten für den Zugang und Vertrieb von urheberrechtlich geschützten Produkten verbessert werden. Insgesamt mussten Software Piraten seit Januar 2000 17,7 Mio. US Dollar (19,8 Mio. Euro) im Rahmen von Vergleichen bzw. Gerichtsurteilen bezahlen.
Die Microsoft Anti-Piracy Hotline
Bei Fragen zur Legalität von Microsoft Produkten sowie allgemein zu den Anti-Piraterie Aktivitäten von Microsoft Österreich können sich Kunden und Händler unter gunters@microsoft.com oder per gebührenfreier Anti-Piraterie Hotline (0800 - 292-812) an Microsoft wenden. Weitere Informationen sind unter http://www.microsoft.com/austria/originalsoftware auf der Website von Microsoft erhältlich.
Microsoft (Nasdaq "MSFT") wurde 1975 gegründet. Das Unternehmen ist der weltweit führende Anbieter von Software, Services und Internet-Technologien für die private und geschäftliche Nutzung. Microsoft bietet eine breite Palette an Produkten und Diensten an, die alle das Ziel haben, Menschen mit Software zu unterstützen - jederzeit, überall und auf jedem Gerät. (Ende)
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