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pte20190724013 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Melanome: Fettzellen wichtig für Ausbreitung

Israelische Wissenschaftler machen komplexen Umwandlungsprozess im Labor rückgängig


Nano-Impfstoff: Immunzellen werden aktiviert (Foto: Carmit Levy, AFTAU)
Nano-Impfstoff: Immunzellen werden aktiviert (Foto: Carmit Levy, AFTAU)

Tel Aviv (pte013/24.07.2019/10:30) - Fettzellen spielen laut einer Studie der Tel Aviv University http://english.tau.ac.il eine Rolle bei der Verwandlung, die Melanomzellen von Krebszellen mit eingeschränktem Wachstum in der Epidermis zu metastatischen Zellen durchlaufen. Laut Forschungsleiter Carmit Levy ist damit eine der großen Fragen der Wissenschaft beantwortet. Geklärt ist, was die Melanomzellen dazu bringt, ihre Form zu verändern und aggressiv zu werden. Details wurden in "Science Signaling" veröffentlicht.

Zellen beeinflussen sich

Solange ein Melanom in der äußere Zellschicht der Haut eingeschlossen ist, gilt es als sehr gut behandelbar. Die Haut wurde noch nicht durchdrungen, um sich dann über die Blutgefäße auf andere Körperbereiche auszubreiten. Eine Entfernung ohne weitere Schädigung ist einfach möglich. Das Blockieren der Verwandlung von Melanomen ist laut Levy daher eines der Hauptziele der Krebsforschung. "Jetzt wissen wir, dass Fettzellen bei dieser Veränderung eine Rolle spielen."

Die Forscher haben Dutzende Biopsie-Proben von Melanom-Patienten des Wolfson Medical Center und des Tel Aviv Medical Center analysiert. Dabei fielen ihnen die Fettzellen in der Nähe der Tumore auf. Also platzierten sie in einer Petrischale Fettzellen neben Melanomzellen und beobachteten die Interaktionen. Die Fettzellen übertrugen Zytokine auf die Melanomzellen. Diese Proteine beeinflussen die Genexpression.

Die Hauptauswirkung der Zytokine war die Reduzierung der Expression des Gens miRNA211. Damit wird laut Levy die Expression eines Rezeptors von TGF-ß unterdrückt. Dabei handelt es sich um ein Protein, dass in der Haut immer vorhanden ist. "Der Tumor nimmt hohe Konzentrationen von TGF-ß auf. Dadurch werden die Melanomzellen stimuliert und aggressiv gemacht.

Metastasenbildung reversibel

Die Forscher haben auch einen Weg gefunden, diese Verwandlung zu blockieren. Als die Fettzellen im Labor entfernt wurden, beruhigten sich die Krebszellen und breiteten sich nicht mehr weiter aus. Der Test mit einem Mausmodell erbrachte ähnliche Ergebnisse. Wurde miRNA211 unterdrückt, fanden sich Metastasen in anderen Organen. Kam es wieder zu einer Expression des Gens, wurde auch die Metastasenbildung blockiert.

Auf der Suche nach einem auf diesen Ergebnissen basierendem Mittel experimentierten die Forscher mit Methoden, die für die Unterdrückung von Zytokinen und TGF beta bekannt sind. Dieser Ansatz wurde noch nie zuvor für die Behandlung von Melanomen eingesetzt. Dabei handelt es sich um Substanzen, die derzeit als mögliche Behandlungen für Bauchspeicheldrüsenkrebs untersucht werden. Weitere Tests werden für Prostata-, Brust-, Eierstock- und Blasenkrebs durchgeführt. "Sie unterdrücken den metastasischen Prozess. Die Melanome kehren wieder zu ihrem relativ 'ruhigen' und schlafenden Zustand zurück.

(Ende)
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