Hightech

HIGHTECH

06.12.2021 - 15:30 | ESET Deutschland GmbH
06.12.2021 - 15:30 | ESET Deutschland GmbH
06.12.2021 - 13:00 | pressetext.reaktion

BUSINESS

06.12.2021 - 13:59 | pressetext.redaktion
06.12.2021 - 13:59 | pressetext.redaktion
06.12.2021 - 10:30 | Horváth & Partners Management Consultants

MEDIEN

06.12.2021 - 22:30 | Unser Kandidat 2022
06.12.2021 - 22:30 | Unser Kandidat 2022
06.12.2021 - 12:00 | pressetext.redaktion

LEBEN

06.12.2021 - 16:45 | FH St. Pölten
06.12.2021 - 16:45 | FH St. Pölten
06.12.2021 - 12:05 | Denk.Raum.Fresach
pte20211015005 Produkte/Innovationen, Umwelt/Energie

Medikamente aus dem Solar-Minireaktor

Entwicklung der Universität Amsterdam könnte sogar auf Mond und Mars betrieben werden


So sieht der Prototyp des solaren Minireaktors aus (Foto: uva.nl)
So sieht der Prototyp des solaren Minireaktors aus (Foto: uva.nl)

Amsterdam (pte005/15.10.2021/06:15) - Mit einem neuen Minireaktor, der ausschließlich mit solarer Energie betrieben wird, wollen Forscher des Van 't Hoff Institute for Molecular Sciences der Universität Amsterdam http://uva.nl an abgelegenen Orten Medikamente und Feinchemikalien produzieren. Die Mini-Anlage von Entwickler Timothy Noël und seinem Team basiert auf dem Konzept der Fotochemie, also der Umwandlung von Basismaterialien durch Licht in gewünschte Produkte.

Autarke Funktionsfähigkeit

"Wir verwenden einen Fotokatalysator, der die Synthese unter Lichteinfluss antreibt", so Noël. Normalerweise werden dazu leistungsstarke Leuchtdioden oder andere Beleuchtungsgeräte eingesetzt. "Aber wir entscheiden uns für Sonnenlicht, um den Reaktor auch fernab von jeglichem elektrischen Netz betreiben zu können", so Noël. Er kann sich sogar vorstellen, seinen Reaktor auf Basisstationen einzusetzen, die auf Mond oder gar Mars errichtet werden, um Energie, Nahrung und Medizin bereitzustellen.

Die Entwicklung der Mini-Anlage begann vor rund fünf Jahren, als die Noël-Forschungsgruppe - damals an der Technischen Universität Eindhoven http://tue.nl/en tätig - eine Platte aus transparentem Kunststoff mit mikrometergroßen Kanälen entwickelte, in denen die chemische Synthese stattfinden sollte. Durch Zugabe von speziellen Farbstoffen entwickelten die Forscher den Kunststoff zu einem Leiter, der wesentliche Teile des Sonnenlichts in rote Photonen verwandelt, die die chemische Umwandlung antreiben.

Kleine Kanäle für große Mengen

Der nächste Schritt bestand darin, den Konzentrator in einen voll funktionsfähigen Durchflussreaktor zu verwandeln. "Das heißt, wir pumpen ein Gemisch aus Ausgangsmaterial und Fotokatalysator durch die sonnenbeschienenen Kanäle. Dort findet die gewünschte chemische Umwandlung statt", sagt Noël. Obwohl die Kanäle sehr klein sind, kann ein solcher Strömungsreaktor durchaus relevante Mengen produzieren, wenn er von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang kontinuierlich arbeitet.

Noël sieht seinen Mini-Reaktor gegenüber Großanlagen sogar im Vorteil, weil er eine weitaus effektivere Kopplung zwischen Licht und Chemie ermöglicht als bei herkömmlichen Kolbenreaktoren. Die Forscher haben ausgerechnet, dass ihr Strömungsreaktor problemlos den weltweiten Jahresbedarf an Rosenoxid, ein wichtiger Rohstoff für die Parfümherstellung, decken könnte. 600 Minireaktoren von der Größe des Prototyps mit einer Fläche von 0,25 Quadratmetern würde ausreichen. "Die passen locker auf ein Fabrikdach", erklärt Noël abschließend.

(Ende)
Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Wolfgang Kempkens
Tel.: +43-1-81140-300
E-Mail: kempkens@pressetext.com
Website: www.pressetext.com
|
|
98.432 Abonnenten
|
195.258 Meldungen
|
80.753 Pressefotos

IR-NEWS

06.12.2021 - 19:28 | PEH Wertpapier AG
06.12.2021 - 19:28 | PEH Wertpapier AG
06.12.2021 - 18:35 | Unternehmens Invest AG
Top