pte20081126001 in Leben
Lesen aktiviert Sinnesareale im Gehirn
Hirnforscher: Kinder lernen besser durch Primärerfahrungen
Ulm (pte001/26.11.2008/06:05)
Wenn Menschen Wörter lesen, sind im Gehirn ständig Sinneszellen aktiv, die ihrerseits die Bedeutung der beschriebenen Gegenstände abrufen. Das haben Hirnforscher der Universität Ulm http://www.uni-ulm.de bei einer Kernspintomographie-Messung der Hirntätigkeit von Probanden entdeckt, während diese eine Abfolge von Wörtern lasen. Bei mit Geräuschen assoziierten Begriffen wie "Telefon" oder "Rasenmäher" werden im Gehirn Bereiche aktiviert, die auch beim tatsächlichen Hören der Geräusche aktiv sind. Dieser Prozess in den Hörarealen laufe schneller ab als das kognitive Begreifen der Wortbedeutung, so das Ergebnis der im "Journal of Neuroscience" veröffentlichten Forschung. "Gleiches betrifft wahrscheinlich auch andere Sinneswahrnehmungen wie Riechen oder Schmecken", vermutet Studienleiter Markus Kiefer, der Leiter der Abteilung für kognitive Elektrophysiologie, im Gespräch mit pressetext.
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