pte20260331003 in Business

Lebenshaltungskosten überfordern viele Briten

Hälfte aller Haushalte steckt in Schwierigkeiten und Vertrauen in die Wirtschaft ist im Sinkflug


Straße in Großbritannien: Düstere Lage für viele Familien (Symbolbild: pixabay.com, Eduardo Vieira)
Straße in Großbritannien: Düstere Lage für viele Familien (Symbolbild: pixabay.com, Eduardo Vieira)

London (pte003/31.03.2026/06:10)

Die Hälfte der Haushalte in Großbritannien hat Schwierigkeiten, sich das Nötigste für den Alltag zu leisten. Das jüngste "Which?"-Verbraucherbarometer des gleichnamigen Online-Portals ergab, dass der gestiegene Preisdruck infolge des Iran-Kriegs etwa 14 Mio. Haushalte dazu zwingt, auf Ersparnisse zurückzugreifen, Besitztümer zu verkaufen oder Geld zu leihen, um die Kosten für die erforderlichsten Einkäufe im Alltag zu decken.

Vertrauen in die Ökonomie sinkt

Das Vertrauen in die Zukunft der britischen Wirtschaft sank im März laut Verbraucherbarometer um 13 Punkte auf einen Wert von minus 56, den niedrigsten Stand seit Ende 2022. "Which?" erklärte, dieser Wert spiegele "einen tiefsitzenden Pessimismus im ganzen Land" wider. Zwei Drittel der Erwachsenen im Vereinigten Königreich erwarteten, dass sich die nationale Wirtschaft in den nächsten zwölf Monaten verschlechtern wird. Nur zwölf Prozent glauben, dass es aufwärts geht.

Ersparnisse wandeln sich von einem Sicherheitsnetz zum Rettungsanker: Ein Viertel der Haushalte greift nun regelmäßig auf Ersparnisse zurück, um die Lücke zwischen ihrem Einkommen und den Kosten für das Nötigste zu überbrücken. Das steht in krassem Gegensatz zum Ende des vergangenen Jahres, als die Briten mit ihrem Einkommen laut "Which?" noch gut zurechtkamen.

Inflation beschleunigt sich

Das Vertrauen in die Zukunft der privaten Finanzen hat seinen tiefsten Stand seit April 2025 erreicht und ist in diesem Monat um fünf Punkte auf minus 15 gefallen. Experten erwarten laut "Which?", dass die Lage weiter angespannt bleibt. Die Inflation werde noch länger auf einem höheren Niveau bleiben. Vor dem Konflikt im Nahen Osten war davon ausgegangen worden, dass die Inflation in Großbritannien in den kommenden Monaten von derzeit drei auf das Ziel der Bank of England von zwei Prozent sinken würde. Jetzt sieht es jedoch nach einem Anstieg auf 3,5 Prozent aus.

"Die Verbraucher sind mit einer beängstigenden Kombination aus steigenden Preisen und globaler Instabilität konfrontiert", so Sue Davies, Leiterin der Abteilung für Verbraucherschutzpolitik bei "Which?". "Der Druck auf die Haushalte wird für viele untragbar. Wir raten jedem, der Schwierigkeiten hat, seine Rechnungen zu bezahlen, so schnell wie möglich eine kostenlose, unabhängige Schuldnerberatung in Anspruch zu nehmen", so die Expertin abschließend.

(Ende)
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