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pte20190624005 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen

Kryptowährungen für viele zu kompliziert

Schlechter Ruf und auch Missbrauch haben oftmals abschreckende Wirkung auf Verbraucher


Bitcoin: Viele verstehen Kryptowährung nicht (Foto: pixabay.com, MichaelWuensch)
Bitcoin: Viele verstehen Kryptowährung nicht (Foto: pixabay.com, MichaelWuensch)

Moskau/Korbach (pte005/24.06.2019/06:10) - Kryptowährungen wie Bitcoin schrecken globale Konsumenten ab, weil die meisten bis heute nicht verstehen, wie sie funktionieren. Einer Umfrage von Kaspersky Labs http://kaspersky.com unter 13.434 Personen in 22 Ländern zufolge, kennt sich nur einer von zehn Menschen weltweit mit Kryptowährungen aus. Mehr als drei Viertel haben noch nie in digitale Währungen investiert.

"Allein das Wort Kryptowährung schreckt viele Menschen ab. Es klingt zu technisch, zu kompliziert. Kryptowährungen haben auch einen schlechten Ruf, man hört oft über Missbrauch, Kursabstürze, Geldwäsche und Terrorfinanzierung. Es haben auch viele Investoren durch Kryptowährungen Geld verloren", sagt Timo Emden, Gründer von Emden Research http://emden-research.com , im Interview mit pressetext.

Kunden haben nur wenig Vertrauen

Nur zehn Prozent der Befragten gaben an, sie würden Kryptowährungen verstehen, 81 Prozent haben noch nie digitale Währungen wie Bitcoin gekauft. Allerdings würden 14 Prozent der Befragten künftig gerne Kryptowährungen verwenden. Viele Probanden zeigten wenig Vertrauen in Kryptowährungen. Fast ein Drittel (31 Prozent) meinen, digitale Währungen seien ein unsicheres Investment und sie würden nur darin investieren, wenn sie stabiler wären. Mehr als ein Drittel (35 Prozent) glauben, dass Kryptowährungen nur ein kurzlebiger Trend sind.

"Für die Deutschen ist laut Studien Bargeld immer noch das Liebste, weil es greifbar und unkompliziert ist und wenn es ein Problem gibt, kann man notfalls immer noch mit seinem Bankberater darüber reden. Bei Kryptowährungen dagegen gibt es keinen Mittelsmann, keine Person des Vertrauens. Die meisten wissen nicht, wie man sie kauft, lagert oder umtauscht", erklärt Emden.

"Missbrauch, aber auch Innovationen"

Von den Befragten, die tatsächlich in digitale Währungen investiert hatten, stiegen 18 Prozent wieder aus, weil es ihnen zu kompliziert wurde. Einige Investoren hatten auch große Schwierigkeiten mit Kryptowährungen, fast ein Fünftel war bereits Opfer von Cyber-Attacken, 15 Prozent fielen auf Betrüger herein. "Der schlechte Ruf ist aber nur teilweise gerechtfertigt. Es gab tatsächlich viel Missbrauch, aber auch Innovationen. Ich wünsche mir mehr Offenheit für Kryptowährungen", meint Emden abschließend.

(Ende)
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Ansprechpartner: Georg Haas
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