pte20081125030 in Business
Kritische Debatte nach Live-Suizid im Web
Zuschauer rechtlich kaum zu belangen
Florida (pte030/25.11.2008/13:45)
Der live im Web übertragene Selbstmord des 19-jährigen Abraham Biggs zieht heftige Diskussionen nach sich. Der US-Teenager, der seinem Leben vergangenen Mittwoch nach zahlreichen Ankündigungen in einem Online-Forum selbst ein Ende setzte, stand während seines Suizids via Webcam unter der Beobachtung zahlreicher Zuschauer. Nun ermitteln die Behörden und Rechtsvertreter ebenso wie Psychologen und Internetnutzer rund um den Erdball diskutieren darüber, welche Verantwortung der zugeschalteten Community übertragen werden kann. Rechtlich scheinen die Selbstmord-Voyeure nach der Gesetzeslage im US-Bundestaat Florida, wo sich der Vorfall ereignete, jedoch kaum fassbar zu sein. Hinzu kommt, dass eine Vielzahl der Zuschauer - zumindest bis es zu spät war - wohl davon ausgegangen ist, dass es sich nicht um einen echten Suizid handelt.
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