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Ansprechpartner: Eva-Maria Bauer, MA
Tel.: +43 676 558 45 75
E-Mail: eva.bauer@donau-uni.ac.at

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pts20190306023 Forschung/Technologie, Kultur/Lifestyle

Klösterliche Musikarchive als Zeitzeugen

Tagung vom 10. bis 12. April präsentiert seltene Bestände - jetzt anmelden!


Anmeldung zur Tagung bis 29. März (Foto: Bernhard Rameder)
Anmeldung zur Tagung bis 29. März (Foto: Bernhard Rameder)

Krems (pts023/06.03.2019/14:30) - Die Musikbestände der Klöster leisten einen bedeutenden Beitrag zur Musiküberlieferung in Mitteleuropa. Dennoch sind sie bislang wenig erforscht, obwohl seltene musikalische Schätze nur darauf warten, gehoben zu werden. Das Projekt "Kloster_Musik_Sammlungen" der Donau-Universität Krems befasst sich mit der Erschließung von Musikbeständen in den Klöstern zu Göttweig, Melk und Klosterneuburg. Das Projekt geht dabei über eine reine Katalogisierung von Musikalien hinaus: Die Bestände sollen vielmehr in einen historischen Kontext gestellt, Editionen digital für eine breite Öffentlichkeit zugänglich gemacht und neue methodische Forschungsansätze entwickelt werden.

Die internationale Tagung "Vernetztes Sammeln", die von 10. bis 12. April im Rahmen des Projekts "Kloster_Musik_Sammlungen" an der Donau-Universität Krems stattfindet, präsentiert neue Erkenntnisse aus der Klostermusikforschung. Schwerpunkte der interdisziplinären Tagung betreffen die südmährische Klosterregion Raigern/Neureisch, die Forschungs- und Kooperationspartner des Projekts Göttweig, Klosterneuburg und Melk sowie Beiträge über bisher weniger bekannte Sammler und Komponisten.

Die Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung wird gebeten!

Anmeldung & Information:

Programm & weitere Informationen: https://klostermusiksammlungen.at

Anmeldung per E-Mail unter: info@klostermusiksammlungen.at - bis zum 29.3.2019

Das Projekt - Zitate und weiterführende Informationen:

Die Klöster sind wichtige Bewahrer von Kunst und Kultur und auch für die Musikforschung sind sie bedeutende Zeugen ihrer Zeit. In den Beständen finden sich nicht nur geistliche Noten, sondern auch Musik zu Repräsentationszwecken und weltliche Stücke für das private Muszieren - vor allem Kammermusik. Es geht bei dem Projekt jedoch nicht nur um eine schlichte Katalogisierung der Musikalien, sondern um eine umfassende Betrachtung im historischen Kontext:

"Wir gehen ins Archiv und sehen uns tatsächlich auch die Rechnungsbücher an, die Inventare, die Chroniken. Sie geben Auskunft über die Geschichte des Archivs und erlauben persönliche Einblicke über jene Personen, die damals im Archiv tätig waren."
(Stefanie Preisl, MA - Projektmitarbeiterin)

Bislang wurden klösterliche Musikbestände meist getrennt nach Institutionen, oft auch nach Ordensgemeinschaften, aufgearbeitet, wobei der Notenbestand Ausgangs- und oft auch Endpunkt der Überlegungen war. Das Projekt "Kloster_Musik_Sammlungen" geht hingegen von den historischen und bis heute nachwirkenden Vernetzungen zwischen Klöstern aus:

"Man darf die Klöster nicht isoliert betrachten, sondern muss sie stets in ihrem Netzwerk sehen. Es hat schon immer einen regen und sehr persönlichen Austausch der Klöster untereinander mit Musikalien und Kulturgütern gegeben. Das heißt, wir können das Musik-Netzwerk nicht vom Personen-Netzwerk trennen."
(Dr. Elisabeth Hilscher, Österreichische Akademie der Wissenschaften)

Diese Idee eines "Netzwerk-Mappings" gilt es auf mehreren Ebenen transparent zu machen - die daraus entstandenen weiterführenden Fragestellungen sollen in breiterem Rahmen auf der Tagung "Vernetztes Sammeln" von 10. bis 12. April 2019 diskutiert werden. Das Projekt "Kloster_Musik_Sammlungen" verfolgt das Ziel einer Angewandten Musikforschung, die erschlossene Musik soll hörbar gemacht werden.

Die Editierung und Publikation der Noten birgt jedoch große Herausforderungen:

"Wir versuchen möglichst viele NutzerInnen bei der Herausgabe der Noten zu bedienen, nicht nur Spezialensembles für Alte Musik. In der wissenschaftlichen Edition setzen wir daher auf eine digitale Präsentation des Notenmaterials. Das gibt den NutzerInnen die Möglichkeit, verschiedene Notenvarianten desselben Werks aus den Klosterbeständen zu vergleichen. Für die Visualisierung und Strukturierung dieser großen Datenmengen brauchen wir neue methodische Zugänge, beispielsweise unterstützen aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet der Digital Humanities diesen Ansatz."
(Dr. Eva Maria Stöckler, Donau-Universität Krems)

(Ende)
Aussender: Donau-Universität Krems
Ansprechpartner: Eva-Maria Bauer, MA
Tel.: +43 676 558 45 75
E-Mail: eva.bauer@donau-uni.ac.at
Website: klostermusiksammlungen.at
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