pte20110419026 Tourismus/Reisen, Umwelt/Energie

Klimawandel verändert Touristenströme

Urlauber wählen bei schlechtem Wetter oft eine andere Destination aus


Wetter: Kaum etwas ist lästiger als schlechtes Wetter im Urlaub (Foto: aboutpixel.de/K. Fischer)
Wetter: Kaum etwas ist lästiger als schlechtes Wetter im Urlaub (Foto: aboutpixel.de/K. Fischer)

Hamburg (pte026/19.04.2011/15:30) Touristen wählen je nach Wetter ihr Urlaubsland. Mit dem Klima verändern sich dadurch auch die Touristenströme. Darüber waren sich Experten auf dem Extremwetter-Kongress einig. Inge Niedek, Leiterin der ZDF-Wetterredaktion, Volker Popp, Bürgermeister vom Timmendorfer Strand und Andreas Matzarakis vom Meteorologischen Institut der Universität Freiburg erörterten im Rahmen der Veranstaltung den Zusammenhang zwischen Klima und Tourismus.

Popp betonte in seinem Vortrag, dass die Wettervorhersage an Schleswig-Holsteins Küstenorten an Bedeutung gewonnen habe. Das Wunschwetter zur richtigen Zeit am Lieblingsort sei dennoch gegen die Realität. "Palmen an der deutschen Küste oder Temperaturen wie am Mittelmeer werden auch mit der Klimaerwärmung keine Realität", sagt Meteorologin Niedek. Das Wetter sei häufig regional so unterschiedlich, dass ein detaillierter Wetterbericht kaum möglich sei. Der Faktor des Klimawandels kommt erschwerend hinzu.

Meteorologie belegt fortschreitenden Klimawandel

Eine grundsätzliche Vorhersage können die Wetterexperten machen: "Im Winter nimmt die Häufigkeit und die Intensität von Starkniederschlägen in den meisten Regionen Deutschlands bis zum Ende des 21. Jahrhunderts zu", weiß Thomas Deutschländer vom Deutschen Wetterdienst. Die stärkste Änderung wird für die nördlichen Teile Deutschlands vorausgesagt. Starke Niederschläge im Sommer werden ebenfalls nicht in allen Regionen Deutschlands einheitlich sein, vermuten die Forscher vom Deutschen Wetterdienst.

Mit knapp 1.600 Teilnehmern hat der sechste Extremwetter-Kongress in diesem Jahr einen Besucherrekord erreicht. An vier Tagen hielten insgesamt 84 Referenten Vorträge. Schwerpunkte waren dabei unter anderem der Klimawandel in Metropolregionen, Tornadoforschung, Kriminalistik und Wetter, Tourismus im Klimawandel, neue Verfahren zu Sturmflutvorhersagen, die Vorhersage extremer Wetterereignisse und die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Medien und Öffentlichkeit bezüglich langfristiger Wettervorhersagen.

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