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Klagenfurter Airport wird Flugzeug-Leichenhalle statt zur Wiederauferstehung des Gäste-Tourismus beizutragen

Kärntner in Wien stellt peinliche Frage: "Warum bringt unser Airport keine neuen Gäste ins Land?"


Klagenfurt/Wien (pts014/03.06.2026/11:35)

Mehrere ausgemusterte Lufthansa-Jets stehen derzeit am Flughafen Klagenfurt. Manche sprechen von Wartung. Andere von einem "Fliegerfriedhof". Die eigentlich wichtige Frage stellt jedoch der in Wien lebende Kärntner Werbefachmann Alois Gmeiner: "Warum verkommt Airport Klagenfurt zur Flugzeug-Leichenhalle, anstatt endlich für eine Gäste-Wiedergeburt von Kärnten zu sorgen? Das ist ein dilettantischer hausgemachter Skandal von Kärntner Politik, Airport und Kärnten-Werbung", so der Werbefachmann und Buchautor, der schon im letzten Sommer viel beachtete kritische Statements zur Kärnten-Werbung abgegeben hat. www.werbetherapeut.com

Ironie könnte größer kaum sein

Während Regionen von Tirol, Südtirol bis Kroatien Millionen investieren, um zusätzliche Gäste ins Land zu holen, verkommt der Kärntner Flughafen scheinbar zu einem Parkplatz-Vermieter für ausrangierte Flugzeuge, die keiner mehr will. "Gut gemacht und weit gedacht, kann ich da nur sagen. Alles Profis am Werk, die sich scheinbar die Kärntner Devise 'lei lossn' auf die Fahnen schreiben, ohne für neue Passagiere und damit zahlende Gäste zu sorgen", so Gmeiner.

Die Kronen Zeitung berichtet: "… ausgerechnet auf einem Flughafen, dessen größte Herausforderung seit Jahren nicht fehlende Parkplätze, sondern fehlende Gäste sind". Der Flughafen Klagenfurt wurde einst für knapp eine Million Passagiere jährlich ausgelegt. Tatsächlich wurden 2025 nur sage und schreibe rund 175.000 Fluggäste abgefertigt. Das entspricht weniger als einem Fünftel der vorhandenen Kapazität.

Landesregierung und Kärnten-Werbung sollten sich was überlegen

Fakt ist: Bereits eine einzige zusätzliche internationale Flugverbindung (egal, ob Ryanair Wizz Air, Eurowings oder Lufthansa) kann einen erheblichen wirtschaftlichen Impuls für Kärnten auslösen. "Ich kalkuliere nur sehr konservativ. Bei einer typischen Route mit rund 31.000 Passagieren pro Jahr und etwa 15.700 zusätzlichen Urlaubsgästen würden bereits durchschnittlich drei Nächtigungen pro Gast bei Tagesausgaben von 150 Euro einen touristischen Mehrumsatz von rund 7,1 Millionen Euro erzeugen. Selbst eine jährliche Förderung von 500.000 Euro entspräche damit lediglich rund sieben Prozent des generierten Umsatzes. Sogar ein Fördervolumen von einer Million Euro wäre volkswirtschaftlich noch halbwegs vertretbar, sofern tatsächlich zusätzliche Gäste ins Land gebracht werden. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob Kärnten es sich leisten kann, über Förderungen von einigen Hunderttausend Euro zu diskutieren, während gleichzeitig viele Millionen an potenziellem Tourismusumsatz auf Flughäfen in Wien, Ljubljana, Treviso oder Venedig umgeleitet werden - und Kärnten immer weiter auch im österreichischen Gästezahlen-Ranking zurückfällt", so Werbetherapeut Gmeiner.

Kärnten ist ein Tourismusland, Kärnten lebt von Gästen: Holt sie!

Kärnten lebt davon, dass Menschen aus Deutschland, Großbritannien, Skandinavien oder den Benelux-Staaten möglichst einfach ins Land kommen. Doch während andere Regionen neue Direktverbindungen eröffnen, scheint Kärnten manchmal schon zufrieden zu sein, wenn überhaupt einmal ein Flugzeug pro Tag am Flugfeld steht.

Und da sind wir wieder bei der Angst der hochbezahlten Politiker und Manager. Neue Flugverbindungen kosten Geld. Airlines verlangen Marketing-Beiträge. Politiker und auch die Verantwortlichen der Kärnten-Werbung fürchten Schlagzeilen über Subventionen. Doch die eigentliche Frage lautet: Was kostet es, nichts zu tun? Wie viele Nächtigungen gehen verloren? Wie viele Hotelbetten bleiben leer?

Verdammt noch mal, bewegt eure Hintern!

Wie viele Restaurants, Bergbahnen und Freizeitanbieter verzichten auf Umsatz, weil der Weg nach Kärnten komplizierter ist als in konkurrierende Regionen? Ein Flughafen ist kein Immobilien-Unternehmen. Ein Flughafen ist auch kein Parkplatz für alte Flugzeuge. Ein Flughafen ist Infrastruktur. Er soll Menschen bringen, nicht Maschinen lagern.

"Ich selbst besuche immer wieder gerne neue Destinationen, in denen ich noch nie war. Aber das geht halt meist nur mit einem Flugzeug und einem Flughafen. Wer heute durch Europa reist, erkennt rasch den Unterschied zwischen Regionen, die Luftverkehr als Investition verstehen, und Regionen, die ihn als Kostenfaktor betrachten", so Gmeiner. "Die einen holen Gäste. Die anderen sammeln Flugzeuge. Vielleicht wird man sich in einigen Jahren an die abgestellten Bombardiers erinnern. Nicht als Beginn eines Flugzeugfriedhofs. Sondern als Mahnmal dafür, dass Kärnten irgendwann entscheiden musste, ob der Flughafen ein Parkplatz für ausrangierte Jets oder ein Tor zur Welt sein soll."

Apropos, noch zwei Zahlen zum Schluss: Der Airport Klagenfurt hatte über 500.000 Passagiere Mitte der 2000er-Jahre und heute 2026 nur noch rund 175.000 (!). Mehr muss über die Fähigkeiten der Verantwortlichen nicht gesagt werden.

Alois Gmeiner ist gespannt auf Reaktionen von Tourismus-Unternehmer:innen, die die Nase voll haben und von Politiker:innen, die endlich gerne handeln würden.

Kontakt:
Alois Gmeiner
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E-Mail: info@werbetherapeut.com
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