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pte20181010016 Computer/Telekommunikation, Medien/Kommunikation

KI-Tool "DiffProf" zeigt Stromfresser in Apps

Entwickler profitieren von effizienterem Batterieverbrauch dank Fehlersuche und Behebung

Apps: Neues Tool erkennt Batterie-Verschwender (Foto: purdue.edu, Kayla Wiles)
Apps: Neues Tool erkennt Batterie-Verschwender (Foto: purdue.edu, Kayla Wiles)

West Lafayette (pte016/10.10.2018/11:30) - Forscher der Purdue University http://purdue.edu haben ein Tool namens "DiffProf" entwickelt, das Künstliche Intelligenz (KI) nutzt, um für einen Entwickler automatisch zu entscheiden, ob eine bestimmte Funktion einer App verbessert werden sollte, damit sie weniger Akkuladung verbraucht. Zudem gibt das Tool Aufschluss darüber, wie diese Änderung vollzogen werden könnte.

Unterschiede erkennen

Bereits im Jahr 2012 entwickelte das Team unter der Leitung von Y. Charlie Hu ein Tool, mit dem Entwickler Hotspots im Quellcode identifizieren können, die für den Batterieverbrauch einer App verantwortlich sind. "Es war ein großer Schritt vorwärts, aber er war noch immer nicht ausreichend, denn Entwickler wissen oft nicht, was sie mit Informationen über die Ursache der Batterie-Verschwendung machen sollen", erklärt Hu.

Die Ausführung von Codes kann sich den Experten zufolge zwischen zwei Anwendungen sehr dramatisch unterscheiden, selbst wenn die Entwickler dieselbe Aufgabe implementieren. DiffProf erkennt diese Unterschiede und zeigt an, warum etwa eine Messaging-Funktion einer App mehr Energie verbraucht als eine andere Messaging-App. Anschließend gibt das Tool Auskunft darüber, wie die App umgeschrieben werden sollte, um weniger Energie zu verbrauchen.

Breite Akzeptanz erforderlich

"Letztendlich müssten alle Entwickler ihre Anwendungen energieeffizienter machen, damit diese Methode im Endeffekt für ein ganzes Smartphone einen großen Unterschied macht. Die Wirkung hängt auch davon ab, wie intensiv jemand bestimmte Apps nutzt. Jemand, der häufig Messaging-Apps verwendet, kann eine längere Akkulaufzeit haben, aber jemand, der seine Messaging-Apps überhaupt nicht verwendet, vielleicht nicht", resümiert Abhilash Jindal, Mitbegründer von Mobile Enerlytics http://mobileenerlytics.com . Bislang wure DiffProf nur an Android-Geräten getestet.

(Ende)
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