pts19980402009 in Business
JavaOne: Java für den User
Vielfältige Möglichkeiten für innovative Interaktive Systeme auf der JavaOne
Wien (pts009/02.04.1998/14:33)
Zum dritten Mal fand heuer die von Sun Micrsoystems veranstalte Konferenz JavaOne statt. 14000 Besucher erlebten eine eindrucksvolle Darstellung der Bandbreite der Java Plattform. Es gibt praktisch keinen Bereich mehr, wo Java nicht die Plattform für innovative Interaktive Systeme sein wird. Besonder der Benutzer kann von der Vielfalt der Java Plattform einiges erwarten. Java ist mehr als eine neue objektorientierte Programmiersprache. Java ist mehr als eine Möglichkeit zur Realisierung von Animationen auf Webseiten. Spätestens seit der diesjährigen JavaOne, die von 24. - 27. März vor 14.000 Besuchern in San Francisco stattgefunden hat, muß klar sein, daß es sich bei Java um eine Anwendungsplattform handelt, die einzigartig ist. Es gibt praktisch kein Anwendungsgebiet, wo Java nicht eingesetzt werden kann. "Anywhere" ist ein Merkmal, daß für Java tatsächlich gilt! Ob am Desktop, Server, Middleware, auf Smartcards, bei Personal Desktop Assistants (PDA´s) oder anderen Consumer Produkten: Java eröffnet in allen Bereichen neueste Formen der Nutzung. Dies ermöglicht in kurzer Zeit neueste Formen der Interaktion zwischen Benutzer und Technologie und erschließt noch ungeahnte Innovationspotentiale.Java stellt eine breite Vielfalt an sogenannten API´s (Application Programmer Interfaces) zur Verfügung, die dem Entwickler die Basisbausteine für qualitativ hochwertige und innovative Anwedungen ermöglichen. Es sollen nur einige genannt werden, die besonders jene Entwickler freuen, denen die Anwender am Herzen liegen: JavaHelp sorgt für die plattformunabhängige Realisierung von Hilfesystemen, Java2D und Java Advanced Imaging kümmern sich um eine Reihe von Graphik- und Bildverarbeitungsaspekten; Java Sound steht für hochqualitative Soundanwendungen zur Verfügung, Java3D realisiert interaktive 3D Graphik und inkludiert auch räumliche Soundaspekte und die Unterstützung von alterativen Eingabegeräten; Für Audio und Video steht das Java Media Framework zur Verfügung; für Sprachverarbeitung (sowohl für Spracheingabe als Sprachausgabe) wird das JavaSpeech API bereitgestellt. Nicht zu vergessen sind JavaBeans, die den alten Traum von SoftwareIC´s endlich realisieren.
JavaCard gilt als eine der erfolgreichsten Umsetzungen der Java Technologie. In weniger als einem Jahr ist Java von den Hauptakteuren im Smartcard-Bereich aufgenommen und in über 600 Millionen Karten implementiert worden. Personal Java ist besonders auf Comsumer Produkte ausgerichtet, wie beispielsweise "Webphones", Set-Top-Boxen oder mobile Handhelds. Für die Koordination von kooperativen und verteilten Anwendungen (z.B. Groupware-Anwendungen) wurde JavaSpaces entwickelt.Kernfunktionalitäten eines Mailsystems werden mit dem JavaMail API abgedeckt, Untersützung für verschiedenste Telefonanwendungen bietet das Telephony API und Druckunterstützung über das JavaPrinting API. Für die Ausrichtung auf Electronic Commerce (z.B. virtuelle Bankomaten oder HomeBanking) ist das Commerce API ausgerichtet.
Für alle genannten API´s waren auf der JavaOne Anwendungsbeispiele zu sehen: Eine Unzahl von namhaften Herstellern demonstrierten die Vielfalt von Java. Ein großes Thema war natürlich auch die Vorstellung der Java Foundation Classes (JFC). Der Kern der JFC sind die Swing-Klassen. Dabei handelt es sich um Komponenten, die für eine Benutzerschnittstelle sorgen, wie sie den letzten Entwicklungen im GUI-Bereich (Graphical User Interface) entsprechen. Mit Swing entstand auch ein eigener Java Look and Feel (Codename Metal). Der Look and Feel sorgt für das Aussehen und das Verhalten von Benutzerschnittstellen-Komponenten. Der Java Look and Feel ist mit der Zielsetzung der Multi-Platform-Fähigkeit entstanden: Egal, auf welcher Plattform der Benutzer arbeitet, er wird mit demselben Aussehen und Verhalten eines Programms konfrontiert. Der Java Look and Feel ist endlich wieder eine Innovation auf dem stagnierenden Bereich der Graphischen Benutzerschnittstellen.
JFC ist auch dafür konzipiert, eigene Look and Feels zu entwerfen (etwa für alle Anwendungen in einem bestimmten Unternehmen, die firmenspezifische Kriterien berücksichtigen sollen) und Anpassungen vorzunehmen. Weiters ist explizit eine Erweiterbarkeit der Grundkomponenten vorgesehen, damit auch innovative Lösungen von Dritten für die Benutzung (z.B. im Bereich der Informationsvisualisierung) das Spektrum von Komponenten erweitern. Enthalten sind auch Accessibility-Möglichkeiten zur Bedienungsunterstützung für behinderte Personen (z.B. können größere Schriftgrößen für sehbehinderte Personen realisiert werden, die man mit einer einfachen Menüauswahl aufrufen kann). Harry Vertelny, Manager der Human Interface Group bei Javasoft bringt es auf den Punkt. "Wir haben dafür gesorgt, ein Grundgerüst für Innovationen im Bereich der User Interfaces zu schaffen". All dies muß natürlich in entsprechender Form und unter Berücksichtigung von entprechenden Vorgangsweisen genutzt werden.
Ein Beispiel für das ungeheure Potential, daß durch die Entwicklungen von Java entstanden ist, ist der JavaRing. Der JavaRing ist ein Ring, wie man ihn sich vorstellt, nur daß statt einem Juwel der von Dallas Semiconductor gefertigen Chips eingebaut ist. Der Chip beinhaltet eine Java Virtual Machine (VM), die kompatibel mit JavaCard ist. Durch das Drücken auf einem sogenannten Blue Dot Receptor tritt der Chip mit dem Netzwerk in Kontakt und führt die in ihm befindlichen Java Applets aus. Der auf der JavaOne zur Demonstration verwendete JavaRing war mit einem Visitenkarten-Applet (zur Personalisierung des Ringes) und einem Fraktal-Applet (um gemeinsam mit allen Konferenzteilnehmern ein Fraktal zu erzeugen) ausgestattet. Die Koordination aller Teilnehmer erfolgte basierend auf JavaSpaces. Der JavaRing ist ein typisches Beispiel, wie durch Java die Grenzen verschiedenster Hardwareumgebungen überbrückt und Skalierbarkeit von Anwendungen erreicht wird.
Trotz seiner Jugend hat sich Java zu einer umfassenden Plattform entwickelt, die ein umfassendes Spektrum von Nutzungsmöglichkeiten bietet. Java hat eine Reihe von Türen weit geöffnet. Es gilt jetzt, diese Türen schnell zu durchschreiten und die ungeheuren Möglichkeiten der Javaplattform benutzer- und problemorientiert zu nutzen.
Das Center for Usability Research and Engineering - CURE - betreibt in Kooperation mit SUN Microsystems das Java Competence Center Austria (JCCA) und beschäftigt sich vor allem mit der Verwendung von Java bei der Entwicklung javabasierter User Interfaces und moderner Interaktiver Systeme. CURE ist ein unabhängiges und international tätiges Kompetenzzentrum im Bereich Usability Engineering und User Interface Design. Usability Engineering ist die Verwendung spezieller Methoden und Techniken zur Erzielung innovativer und benutzbarer Systeme. CURE ist Mitglied der European Usability Support Centres (EUSC), einem europäischen Kompetenznetzwerk im Bereich Usability Engineering. CURE ist Mitglied von I3Net, dem European Network for Intelligent Information Interfaces.
Center for Usability Research and Engineering (CURE)
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Mag. Gernot Hüller (User Interface Engineer) (Ende)
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