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pte20200114008 Unternehmen/Wirtschaft, Handel/Dienstleistungen

Investoren lechzen nach deutschen Start-ups

6,2 Mrd. Euro 2019 in Jungunternehmen geflossen - Mobilität schlägt erstmals E-Commerce


Geld: Rekordinvestments für deutsche Start-ups (Foto: pixabay.com, geralt)
Geld: Rekordinvestments für deutsche Start-ups (Foto: pixabay.com, geralt)

Stuttgart (pte008/14.01.2020/10:30) - Deutsche Start-ups haben im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Rekordsumme von 6,2 Mrd. Euro von Investoren eingesammelt, was eine Steigerung von 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Die Zahl der Finanzierungsrunden stieg binnen Jahresfrist um 13 Prozent auf 704. Zu diesem Ergebnis kommt das "Start-up Barometer Deutschland" der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft EY http://ey.com .

Ausland-Investoren spendabel

"Es ist sehr viel und ausreichend Liquidität im Markt - mit weiterhin stark ansteigender Tendenz. Finanzstarke und überwiegend international tätige Investoren aus den USA, Großbritannien sowie Asien sind insbesondere an sehr großen Transaktionen interessiert, auch weil die Bewertungen in Europa im Vergleich zum Silicon Valley noch relativ günstig sind", erklärt EY-Partner Peter Lennartz.

Laut der EY-Analyse haben die Mobilitäts-Start-ups im vergangenen Jahr die Dominanz von E-Commerce-Jungunternehmen bei der Finanzierung gebrochen. Insgesamt flossen 1,6 Mrd. Euro an Start-ups wie beispielsweise FlixMobility und GetYourGuide. Auch Fintechs verzeichnen einen starken Anstieg an Finanzierungen, insgesamt legten sie um 95 Prozent im Vergleich zu 2018 zu.

"Zukunftsfonds" für Start-ups

Der Großteil des Finanzierungskapitals floss innerhalb Deutschlands nach Berlin, etwa 60 Prozent der Finanzspritzen wanderten an dortige Start-ups. Von den 20 größten Finanzierungsrunden richteten sich 13 an die Hauptstadt. Auf dem zweiten Platz folgt München, dem vier Finanzierungsrunden beschert wurden. Die größte Finanzspritze des Jahres im Ausmaß von einer halben Mrd. Euro ging an das Münchner Jungunternehmen FlixMobility.

"Um die ersten, kleineren Runden von überwiegend deutschen Kapitalgebern finanziert zu bekommen, müssen die jungen Unternehmen von Anfang an ein Geschäftsmodell betreiben, das potenziell auch international erfolgreich sein kann. Anschließend können sie mit internationalen Geldgebern in die großen Runden gehen", so Lennartz. Ihm zufolge plant die Bundesregierung einen "Zukunftsfonds", der mehr Kapital in die deutsche Start-up-Szene leiten soll. Das sei wichtig, um ein starkes Zeichen für Innovationen am Zukunftsstandort Deutschland zu setzen.

(Ende)
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