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pte20201029003 Medien/Kommunikation, Technologie/Digitalisierung

Internetzugang: Corona hindert Entwicklungsländer

Datendienste für viele nicht mehr leistbar - Wichtige Lebensbereiche im digitalen Raum versperrt


Internet: Corona erschwert Zugang für neue User (Foto: pixabay.com, sasint)
Internet: Corona erschwert Zugang für neue User (Foto: pixabay.com, sasint)

Mountain View (pte003/29.10.2020/06:10) - Die Coronavirus-Pandemie erschwert den erstmaligen Internetzugang für Einwohner von Entwicklungsländern massiv. Neue Internetnutzer haben vor allem aufgrund der angespannten finanziellen Situation Schwierigkeiten damit, die Technologie intensiv zu verwenden. Ein guter Online-Zugang wird aber zunehmend wichtiger, weil Bereiche wie die Versorgung mit Nahrung oder Bildung immer stärker in den digitalen Bereich rückt. Davor warnt eine Google-Umfrage.

"Datennutzung rationieren"

"Die Kombination aus weniger Jobs, geringerem Einkommen und höheren Preisen bedeutet, dass Menschen ihre Datennutzung rationieren müssen. Weil immer mehr zuhause sind, werden die verfügbaren Daten in geringerer Menge auf mehr Familienmitglieder verteilt. Außerdem ist es für neue User aufgrund von mangelnder digitaler Kompetenz schwierig, auf staatliche Hilfe oder digitale Bildung zuzugreifen", warnt Caesar Sengupta, Vice President der Google-Initiative "Next Billion Users", die Entwicklungsländern beim Online-Einstieg helfen soll.

Laut Google haben zwischen den Jahren 2015 und 2020 weltweit etwa 1,5 Mrd. Menschen zum ersten Mal das Internet verwendet. Damit verwenden ungefähr 4,5 Mrd. Menschen heute Online-Technologie, was 59 Prozent der Weltbevölkerung bedeutet. Bis zum Jahr 2025 soll noch eine weitere Mrd. neuer User hinzukommen. Die meisten stammen aus Entwicklungsländern. Um herauszufinden, wie sich die Pandemie auf neue Nutzer auswirkt, hat Google 200 davon aus den Staaten Brasilien, Mexiko, Indien, Indonesien und Nigeria befragt.

Einfluss auf viele Bereiche

Von den neuen Internet-Usern aus Brasilien und Mexiko haben 15 von 21 durch die Krise entweder ihren Job verloren oder ein verringertes Einkommen. Viele müssen deswegen für Essen und Unterkunft auf Internetdaten verzichten. In Mexiko haben nur zwei von neun Befragte einen konstanten Online-Zugang. Auch Einwohner von Indien haben hier große Probleme, weil sie häufig ihr Guthaben persönlich auffüllen müssen. Diese Entwicklung hat einen Einfluss auf verschiedene wichtige Lebensbereiche, die heute stark digital geprägt sind.

Menschen in Entwicklungsländern erhalten ohne Internet wenige verlässliche Infos über Regierungsmaßnahmen und Gesundheitsversorgung. Ein Online-Zugang ist auch wichtig, um beim Staat finanzielle Hilfe zu beantragen. Auch das psychische Wohlbefinden leidet unter der Isolation ohne Internet. Google zufolge muss der Zugang möglichst leistbar sein, außerdem brauchen Menschen mehr Bildung über die Verwendung digitaler Tools. Ein Beispiel für mögliche Hilfe sei die eigene Gratis-App "Kormo Jobs", die Anwendern in Indien die Suche nach Einstiegs-Jobs erleichtert.

(Ende)
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