pts19990623017 in Business
Industrie senkt ihre Telefonkosten um 30 Prozent
Umfrage bei 5.200 Industriebetrieben - Einsparungspotential 1,2 Mrd. S
Wien (pts017/23.06.1999/10:39)
Der freie Wettbewerb auf dem Telefonmarkt schlägt durch: Bereits 55 Prozent der Industriebetriebe telefonieren über alternative Netzbetreiber.Der neue Wettbewerb der Telekommunikationsanbieter hat zu einer massiven Verbilligung der Telefonkosten in der österreichischen Industrie geführt. Mehr als die Hälfte der Industrieunternehmen telefoniert mit alternativen Anbietern, die Einsparungen betragen überwiegend rund 30 Prozent der bisherigen Telefonkosten. Das gesamte Einsparungspotential der Industrie beläuft sich auf 1,2 Mrd. S jährlich, wurde aber von der Industrie erst etwa zur Hälfte genützt. Große Unternehmen nützen die Angebotsvielfalt stärker als Klein- und Mittelbetriebe. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die die Sektion Industrie der Wirtschaftskammer Österreich gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen Arthur D. Little bei 5.200 Industrieunternehmen durchgeführt hat.
Bei der Umfrage gaben 83 Prozent der 695 antwortenden Unternehmen an, über die Telekom Austria zu telefonieren. 55 Prozent (!) telefonieren allerdings über alternative Sprachtelefonie-Netzbetreiber. Die Entscheidung zwischen Telekom Austria und alternativen Anbietern lautet meist nicht "Entweder/oder", sondern umfaßt sehr oft einen Teil der Leistungen, zum Beispiel nur Ferngespräche. Die Summe der beiden Prozentsätze (138 Prozent, Mehrfachnennungen
waren möglich) zeigt, daß rund 38 Prozent der befragten Unternehmen sowohl über die Telekom Austria wie auch über alternative Anbieter telefonieren.
Auch bei Datendiensten hat sich der Wettbewerb verschärft: 65 Prozent bedienen sich der Telekom Austria beziehungsweise ihrer Daten-Tochter Datakom. 26 Prozent schicken ihre Daten über alternative Netzbetreiber, der Rest verwendet keine Datendienste.
"Die Liberalisierung der Telekommunikation hat in Österreich zu einer durchschnittlichen Senkung der Telekommunikationskosten um 30 Prozent geführt" betonte der Telekom-Experte von Arthur D. Little, Dr. Georg Serentschy, anläßlich der Präsentation der Ergebnisse vor den Spitzenvertretern der österreichischen Telekom-Wirtschaft. Die preislichen Erwartungen der Industrie an die Telekom-Anbieter sind voll erfüllt worden: Eine überwiegende Mehrheit von 60 Prozent hatte bei der vorangegangenen Umfrage vor einem Jahr eine Preissenkung um rund 30 Prozent erwartet. Nun bestätigt wieder die Mehrheit, daß die damals erwartete Preissenkung im erwarteten Umfang eingetreten ist. (Ende)
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