pts19990623007 in Business
Im Alter ohne Lesebrille
Innsbrucker Augenchirurg Prof. Zirm führt Schachar-Operationsmethode in Österreich ein
Innsbruck (pts007/23.06.1999/09:00)
Mit der Schachar-Operation gibt es seit kurzem eine Methode zur Korrektur der Alterssichtigkeit. Der Innsbrucker Universitätsprofessor Dr. Mathias Zirm setzt diese Operationsmethode erstmals in Österreich ein. Entwickelt wurde die Methode vom US-Augenspezialisten Prof. Dr. Ronald Schachar, der sie bereits seit zwei Jahren erfolgreich anwendet. Weltweit wurden bisher über 400 Patienten damit behandelt.Presbyopie (Alterssichtigkeit) tritt bei jedem Menschen ab dem 40. Lebensjahr auf und nimmt mit dem Alter zu. Dabei verliert das Auge zunehmend seine Akkomodationsfähigkeit, d.h. es kann die Augenlinse für das Sehen in die Nähe nicht mehr verändern. Die von Prof. Schachar entwickelte Operation ist die erste wirksame Methode, durch die alterssichtige Menschen auf eine Lesebrille verzichten können. Vier kleine Kunststoffteilchen von ca. 1 x 4 mm Größe werden dabei in die Lederhaut implantiert und vom Ober- bzw. Unterlid bedeckt. Diese Implantate üben Zug auf den Muskel aus, der für die Formänderung der Linse beim Lesen verantwortlich ist. Die Operation dauert etwa eine halbe Stunde und wird bei örtlicher Betäubung mittels Tropfen durchgeführt.
"Bei der Schachar-Methode geht man davon aus, daß die Haltefasern, die für die Akkomodation der Linse notwendig sind, mit zunehmendem Alter durch das Wachstum der Linse erschlaffen", erklärt Univ.-Prof. Dr. Zirm, der die Operation als erster in Österreich praktiziert. "Genau hier setzt der kurze Eingriff an. Durch ein Nachspannen der Fasern mit Hilfe der Implantate kann das Auge wieder akkomodieren." Bisher konnte das Problem der Alterssichtigkeit nur mit einer Lesebrille behoben werden. "Jetzt gibt es eine schonende Operationsmöglichkeit für alle, denen die Lesebrille als Symbol des Alterns oder das ständige Mittragen der Lesebrille eine Belastung ist", meint der Innsbrucker Augenchirurg.
Information: Univ.-Prof. Dr. Mathias Zirm, Fallmerayerstraße 3, A-6020 Innsbruck, Tel. 0512/581860, Fax 5818601 oder 378 354, E-Mail: office@zirm.net (Ende)
| Aussender: | Augenzentrum Prof. Zirm GmbH |
| Ansprechpartner: | Mag. Jochen Noack |
| Tel.: | 01/402 48 51 |
| E-Mail: | noack@temmel-seywald.at |
| Website: | www.zirm.net |
