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pts19980515013 in Business

Hostasch: Österreich wird europäisches Sozialmodell vorantreiben


Wien (pts013/15.05.1998/15:28)

Sozialministerin Lore Hostasch skizzierte anläßlich eines Empfangs für die Generaldirektoren für Arbeitsbeziehungen in der Europäischen Union Donnerstag abend in Wien die Schwerpunkte der österreichischen EU-Präsidentschaft. Hostasch strebt eine Vertiefung und Intensivierung des Dialogs über ein europäisches Sozialmodell an. "Ein intensiver Dialog zwischen Sozialpartnern und Regierungen sichert nicht nur das Wirtschaftswachstum, sondern ist auch eine Voraussetzung für eine friedliche, demokratische und stabile Weiterentwicklung der Gesellschaft", so Hostasch.

"Ich will die unter niederländischem Vorsitz begonnene Diskussion über die Bedeutung des Sozialmodells als Produktivfaktor fortsetzen und vertiefen. Soziale Sicherheit garantiert hohe Kaufkraft, friedliche Arbeitsbeziehungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern und ist somit ein wesentlicher Standortfaktor im internationalen Wettbewerb", erklärte die Sozialministerin. Es müsse daher ein Anliegen aller EU-Mitgliedsstaaten sein, hohe Sozialstandards nicht durch einen Wettlauf um Konkurrenzfähigkeit zu gefährden.

Die dynamische Strukturanpassung der europäischen Wirtschaften im Vorfeld der Währungsunion und der Osterweiterung, sowie der internationale Druck in Richtung Liberalisierung der Märkte und Deregulierung der Arbeitnehmerrechte würden die Notwendigkeit einheitlicher europäischer Sozialstandards noch erhöhen. Ein branchen- und grenzüberschreitender sozialer Dialog würde es allen am Wirtschaftsleben Beteiligten ermöglichen, ihren Standpunkt zur europäischen Sozialpolitik darzulegen und aus eigener Initiative tätig zu werden.

Eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg eines europäischen Sozialmodelles sei daher die Einbindung aller Beteiligten, die von Gemeinschaftsmaßnahmen betroffen seien. "Ich glaube daher, mit Recht sagen zu können, daß die Schaffung eines Europäischen Sozialmodelles ein gemeinsames Anliegen ist, um durch einen erfolgreichen Interessensausgleich sozialen Frieden und Wohlstand zu garantieren", betonte Hostasch.

Als weitere Schwerpunkte der österreichischen Präsidentschaft im Sozialbereich nannte Hostasch verstärkte Bemühungen um Chancengleichheit von Männern und Frauen und die Beratungen über die Beteiligung der Arbeitnehmer in Europäischen Aktiengesellschaften. Österreichs Ziel dabei sei es, ein qualitativ gutes Ergebnis zu erreichen, das den Arbeitnehmern Informations- und Mitwirkungsrechte in all jenen Bereichen sichere, die ihre Interessen berührten. Information und Anhörung seien ein Grundrecht der Arbeitnehmer und sollten in jedem Betrieb und jeder Gesellschaftsform selbstverständlich sein, so Hostasch abschließend. (Ende)
Aussender: Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales
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