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pte19980314009 in Business

Hormon Leptin leitet Pubertät ein

Forscherin will Reifungsstörungen mit synthetischem Stoff behandeln


Paris (pte) (pte009/14.03.1998/15:20)

Das in Fettzellen hergestellte Hormon Leptin - berühmt dafür, dicke Labormäuse dünn zu machen - hat beim Menschen nicht nur Einfluß auf den Fetthaushalt, sondern auch auf die sexuelle Reifung, hat die Forscherin Donny Strosberg von der Universität Paris in Untersuchungen festgestellt. Sie hofft nun, Reifungsstörungen künftig mit synthetischem Leptin erfolgreich behandeln zu können.

Strosberg untersuchte einen 22jährigen Patienten aus der Türkei. Der junge Mann hatte extremes Übergewicht und außerdem offensichtlich noch nicht die Pubertät durchlaufen. Eine Analyse der Erbinformation des Patienten, zeigte, so Strosberg, daß beide Kopien des Gens für Leptin bei ihm verändert waren. Die genetische Veränderung führte dazu, daß Leptin zwar hergestellt wurde, aber nicht in die Blutbahn gelangte. Leptin, so Stosberg, hat offensichtlich auch die Funktion, dem Körper zu signalisieren, daß die Energiereserven groß genug sind, um die Pubertät einzuleiten. [Quelle: Science now] (Ende)
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