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pte20191004003 Unternehmen/Finanzen, Politik/Recht

Hongkong-Investoren flüchten nach Singapur

Angst vor anhaltenden Protesten - Massive Kapitalabwanderung von über drei Mrd. Euro


Hongkong-Protest: Investoren flüchten (Foto: unsplash.com, Joseph Chan)
Hongkong-Protest: Investoren flüchten (Foto: unsplash.com, Joseph Chan)

New York/Hongkong (pte003/04.10.2019/06:05) - Investoren in Hongkong flüchten aufgrund der anhaltenden Proteste gegen die chinesische Regierung in Scharen nach Singapur. Laut einem Bericht der US-Bank Goldman Sachs http://goldmansachs.com hat diese Entwicklung dazu geführt, dass seit dem Ausbruch der Proteste etwa vier Mrd. US-Dollar (etwa 3,6 Mrd. Euro) von Hongkong nach Singapur geflossen sind.

Abflüsse in Rekordhöhe

"Wir haben einen leichten Abgang von inländischen Einzahlungen in Hongkong und eine Steigerung von ausländischen Einzahlungen in Singapur entdeckt. Zwar besteht die Liquidität der Hongkonger Banken immer noch, aber das wird Investoren kaum beruhigen. Die Debatte um den Kapitalabfluss aus Hongkong wird weitergehen", meinen die Goldman-Sachs-Analysten Gurpreet Singh Sahi und Yingqiang Guo.

Goldman Sachs zufolge sind an Hongkonger Banken die Einzahlungen mit Hongkong-Dollars im August 2019 im Vergleich zum vorherigen Monat um 1,6 Prozent gefallen, was die größte Abwanderung seit über einem Jahr bedeutet. In Singapur stiegen die Einzahlungen aus dem Ausland zwischen Juli und August 2019 um fünf Mrd. Singapur-Dollar (rund 3,3 Mrd. Euro) und erreichten so einen Rekordwert von 12,8 Mrd. Singapur-Dollar (etwa acht Mrd. Euro).

Proteste hören nicht auf

Die Demonstrationen in Hongkong reißen über drei Monate nach ihrem Anfang nicht ab. Erst am Dienstag hat ein Polizeibeamter erstmals einen Demonstranten angeschossen und verwundet. Laut Goldman Sachs sind Investoren aufgrund der angespannten Lage verunsichert und weichen deshalb in den Stadtstaat Singapur aus, der ein alternatives Finanzzentrum im asiatischen Raum darstellt.

(Ende)
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