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pte20190718016 Unternehmen/Finanzen, Auto/Verkehr

Hohe Zölle vermiesen Volvo das Geschäft

Trotz erhöhtem Absatz starker Gewinneinbruch auf 132 Mio. Euro im zweiten Quartal


Volvo-Fabrik: Gewinneinbruch trotz steigender Verkäufe (Foto: volvocars.com)
Volvo-Fabrik: Gewinneinbruch trotz steigender Verkäufe (Foto: volvocars.com)

Gothenburg/Duisburg (pte016/18.07.2019/11:30) - Der schwedische Autohersteller Volvo Cars http://volvocars.com hat im zweiten Quartal 2019 mit einem heftigen Gewinneinbruch zu kämpfen - und das, obwohl seine Verkaufszahlen stark gestiegen sind. Laut Volvo-CEO Håkan Samuelsson liegt das an steigendem Preisdruck und Zöllen, die aus der Handelsfehde zwischen den USA und China resultieren.

"Die Automobilindustrie steht momentan von mehreren Seiten unter massivem Druck. Es gibt weltweit einen starken Nachfragerückgang. Das liegt vor allem an den Handelskriegen der USA. Diese Situation betrifft alle, fast jeden Tag gibt es Wandlungen beim Gewinn. Gleichzeitig muss die Autoindustrie mit dem Sprung in die E-Mobilität die größte Transformation in ihrer Geschichte machen. Zusätzlich zu den bestehenden Problemen sind massive Investitionen nötig", so Automobilanalyst Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen http://www.uni-due.de im pressetext-Interview.

Stellenstreichungen und Kürzungen

Volvo Cars hat seine Verkäufe im zweiten Quartal 2019 um 5,4 Prozent auf 179.506 Autos gesteigert, verdiente aber nur 1,4 Mrd. Schwedische Kronen (etwa 132 Mio. Euro), was ungefähr halb so viel ist wie im zweiten Quartal 2018. Der Konzern will darauf mit stärkeren Kosteneinsparungen reagieren. Seit Anfang des Jahres wurden bereits 750 Stellen gestrichen, nun soll der Stundenlohn für IT-Berater gesenkt werden. Dadurch hofft Samuelsson auf Einsparungen von umgerechnet rund 95 Mio. Euro.

"Die IT ist eng mit der Digitalisierung von Fabriken und dem autonomen Fahren verbunden. Autobauer haben momentan nicht die finanzielle Kraft, um diesen Bereich auch noch zu stemmen. Um die gewaltigen Kosten der momentanen Entwicklungen zu bewältigen, muss der IT-Bereich vorerst nach hinten geschoben werden", meint Dudenhöffer.

Weitere Sparmaßnahmen geplant

Samuelsson zufolge werden die Einsparungen in naher Zukunft nicht aufhören. 2020 sollen weitere Maßnahmen folgen. Diese würden die Streichung von noch mehr Stellen beinhalten, sich jedoch hauptsächlich auf die Kostenreduzierung konzentrieren. Durch die Verbindung von erhöhten Verkaufszahlen und niedrigeren Ausgaben hofft Volvo Cars auf einen stärkeren Profit bis zum zweiten Quartal 2020.

(Ende)
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