pte19980322004 in Business
Hirnforschung: Klassische Musik macht intelligent
Wissenschafter: Techno und Rap ein Desaster für Hirnentwicklung
Hamburg (pte) (pte004/22.03.1998/08:00)
Wer Noten liest, wer ein Instrument spielt oder gar komponiert, lernt leichter, schärft seine Sinne und schult seine Aufmerksamkeit. Musik verstärkt die emotionalen Fähigkeiten und die Sensibilität für andere Menschen. Musik ist Power für den Kopf, so lautet das Resümee neuester Forschungsprojekte, über die AMADEO, das neue Musik-Magazin vom STERN, in seiner Erstausgabe berichtet. Musizieren bildet im Hirn völlig neue Zusammenhänge, schreibt das Magazin.Der Wiener Neurophysiologe Hellmuth Petsche hat herausgefunden, daß Musizieren linke und rechte Hirnhälfte stärker miteinander verknüpft. Amerikanische Forscher sind überzeugt, daß bei Kindern, deren Hirnrinde noch nicht voll entwickelt ist, die geistigen Fähigkeiten durch Musikunterricht gesteigert werden. Die neue Entwicklung zu Techno und Rap sei allerdings "ein Desaster für die Hirnentwicklung", so der Tübinger Hirnforscher Prof. Niels Birbaumer. In aufwendigen Versuchen hat sein Team gemessen, was sich beim Hören unterschiedlicher Musik im Kopf abspielt.
Bei Kindern, die ausschließlich Popmusik hören, komme es "zu regelrechten Einbrüchen der Hirnaktivität". Das sei ein Zeichen für eine völlige Entspannung. Aber es bestehe die Gefahr, daß "Entspannung und Verblödung nahe beieinander liegen". Und noch eine erstaunliche Erkenntnis vermittelt AMADEO: Erwachsene männliche Komponisten haben weniger männliche Geschlechtshormone als Nicht-Musiker. http://www.amadeo.stern.de/artikel.html (Ende)
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