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pte19980306010 in Business

High-Tech-Mountainbike aus Chemnitz

Phyber-Bike soll zum halben Preis produziert werden


Chemnitz (pte) (pte010/06.03.1998/12:00)

Ein extrem leichtes und hochfestes Fahrrad aus kohlefaserverstärktem Verbundstoff haben Forscher am Institut für Konstruktion und Verbundbauweisen der Technischen Universität Chemnitz entwickelt. Der Rahmen und die integrierte gefederte Hinterradaufhängung des nur 12 Kilogramm schweren Mountainbikes besteht aus Kohlefasern, die in einen Thermoplast-Kunststoff eingebettet sind, der sich recyclen läßt. Bisher wurde dieses Material vor allem im Luft- und Raumfahrtbereich verwendet. Als verbindendes Element zwischen Hauptrahmen und Hinterbau dient eine glasfaserverstärkte Blattfeder.

Nach Angaben der Chemnitzer Wissenschaftler ist der neue Rahmen stabiler und bruchfester als bisherige Aluminium- oder Stahl-Fahrradrahmen und bietet Radfahrern damit mehr Sicherheit. In die Neuentwicklung sind die Ergebnisse umfangreicher Belastungsmessungen an Stahlrahmen-Fahrrädern eingeflossen, die zeigten, daß die geltende DIN-Norm 79100 über sicherheitstechnische Anforderungen an Fahrräder nicht ausreiche, so die Forscher.

"Eine rein statische Prüfung der beanspruchten Teile ist überhaupt nicht praxisrelevant. Nur eine dynamische Prüfung im realen Fahrbetrieb liefert aussagekräftige Werte", kritisiert der Chemnitzer Wissenschaftler Eberhard Köhler die Norm. Das von seinen Erfindern nach der amerikanischen Bezeichnung "Fiber" für Faser, "Phyber" getaufte Fahrrad ist ein Ergebnis des "Carbon All Purpose Bike"-Projekts (CAP-Bike) im Eureka-Programm der EU.

Projektziel war es, ein Rad aus Faserverbundwerkstoffen mit integrierter Federung zu schaffen, das mit rund 2.500 bis 3.000 D-Mark etwa die Hälfte vergleichbarer Räder kostet. Auch die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich hat im Rahmen des CAP-Bike-Projekts ein neuartiges Fahrrad vorgestellt, das sich von "Phyber" in einigen Details unterscheidet. [Quelle: Uni Chemnitz] (Ende)
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