pte20090209027 in Business
Hass-Postings gegen Journalistin eskalieren
New York Times schließt Online-Forum wegen persönlicher Angriffe
New York (pte027/09.02.2009/13:45)
Die zunehmende Beliebtheit von Kommentar-Postings auf Nachrichten- und Zeitungsportalen hat das Verhältnis von Journalist und Leser nachhaltig verändert. Während es noch vor wenigen Jahren nur sehr eingeschränkt möglich war, seine persönliche Meinung zu einem veröffentlichten Artikelinhalt abzugeben, sind die diesbezüglichen Möglichkeiten im Internetzeitalter wesentlich umfangreicher. Dass diese Entwicklung auch ihre Schattenseite hat, zeigt das Beispiel der New-York-Times-Journalistin Emily Gould, die nach der Veröffentlichung eines ihrer Beiträge regelrecht mit hasserfüllten User-Postings bombardiert worden ist. Insgesamt 1.216 Kommentare fanden sich im Forum-Bereich zu ihrem Artikel bevor sich die Zeitung dazu gezwungen sah, den entsprechenden Thread zu schließen. "Es hatte den Anschein, als würden die User darum wetteifern, wer das schlimmste und schockierendste Posting abgibt", schildert Gould gegenüber dem Guardian.
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