pte19980219014 in Business
Hacker, Spione haben leichtes Spiel im Netz
Studie stellt "Sicherungen" von Webseiten in Frage
Wien (pte) (pte014/19.02.1998/17:16)
Eine Studie der britischen Internet-Beratungsfirma Netcraft http://www.netcraft.co.uk kommt zu einem ernüchternden Ergebnis: Die Sicherung und Verschlüsselung ihrer Webseiten halten offenbar die wenigsten Informationsanbieter im World Wide Web für sehr wichtig.Zum einen war von den 1,92 Millionen untersuchten Webseiten nur ein relativ geringer Anteil überhaupt verschlüsselt, zum anderen benutzen weniger als 5% von diesen eine anerkannte, als "sicher" geltende Kryptographiemethode. Netcraft untersucht für seine Kunden jeden Monat, welche Art von Sicherheitssoftware im WorldWideWeb eingesetzt werden.
Die Firma forscht nach Webservern, die Verschlüsselungstechniken einsetzen, und untersucht die Art und Stärke der Veschlüsselung, und ob sie durch ein "digitales Zertifikat" geschützt ist, auch bekannt als "trusted third party". Ein digitales Zertifikat ist eine Art elektronische Erkennungsmarke, die zwischen Server und Browser ausgetauscht wird und dabei wie ein Ausweis sicherstellt, mit wem man es auf der anderen Seite wirklich zu tun hat.
Um die Identität zu garantieren, werden solche Zertifikate von vertrauenswürdigen "Autoritäten" ausgestellt, eine der größten ist die private Sicherheitsfirma VeriSign http://www.verisign.com. Solche gültigen "third-party"-Zertifikate kommen laut Netcraft-Studie aber nur bei weniger als fünf Prozent der Server zum Einsatz, die mit Sicherungstechniken arbeiten, nämlich 13.732 von 281.000 Servern mit SSL-Verschlüsselung (Secure Sockets Layer). Weitere zehn Prozent benutzen selbstgefertigte Zertifikate, und beim Rest passen die Zertifikate nicht zum Domain-Namen.
Die Untersuchungsmethode von Netcraft beruht nicht auf Telefonstudien oder ähnlichen Marktforschungsmethoden, sondern auf dem Einsatz eines eigens entwickelten "Crawler"-Programms, das im Internet die Webseiten nach Informationen abfragt. (Ende)
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