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pte20200515028 Medien/Kommunikation, Umwelt/Energie

Google Chrome: Aus für Stromfresser-Werbung

Anzeigen werden durch Fehlermeldung ersetzt - Betrifft nur geringen Anteil der Reklame


Google Chrome: Aus für Stromfresser-Werbung (Foto: pixabay.com, deepanker70)
Google Chrome: Aus für Stromfresser-Werbung (Foto: pixabay.com, deepanker70)

Mountain View/Rohrbach-Berg (pte028/15.05.2020/12:30) - Der Google-Browser Chrome wird ab Ende August 2020 Werbung blockieren, deren Darstellung hohen Strom- und Datenverbrauch erfordert. Diese Anzeigen machen laut Google nur einen kleinen Anteil der gesamten Reklame auf der Plattform aus. Vor allem die Akkus von Smartphones sollen von deren Blockierung profitieren.

"Chrome setzt die Standards"

"Chrome hat bei Webbrowsern eine Vorreiterrolle und setzt in diesem Bereich häufig die Standards. Den Stromverbrauch zu reduzieren, ist vor allem in Hinsicht auf den Umweltschutz für die Reputation von Google positiv. Werbetreibende nehmen viel Rücksicht auf die Suchmaschinenoptimierung und müssen sich bei der Erstellung von Anzeigen an diese neuen Standards anpassen", sagt Markenstratege Michael Brandtner http://michaelbrandtner.com im Gespräch mit pressetext.

Wenn eine Werbung zu viel Strom verbraucht, wird Chrome sie künftig in dem Fenster, in dem sie sonst zu sehen wäre, mit einer Fehlermeldung ersetzen. Das exakte Limit zum Datenverbrauch von Anzeigen liegt bei vier Megabyte, die Obergrenze für die Prozessor-Auslastung bei 15 Sekunden an Rechenzeit in einem Zeitraum von 30 Sekunden. Google zufolge machen solche Anzeigen nur 0,3 Prozent der Werbung auf dem Browser aus. Jedoch sind sie für 27 Prozent des Datenverbrauchs und 28 Prozent der CPU-Belastung durch Reklame verantwortlich.

Werbung schlecht programmiert

Stromfressende Chrome-Werbung ist häufig schlecht programmiert oder nicht für die Nutzung in einem bestimmten Netzwerk optimiert. Auch Anzeigen, die für das Mining von Kryptowährungen konzipiert sind, verbrauchen oft viel Energie. Laut Google belasten diese Anzeigen auch Netzwerke und sorgen für unnötige Kosten.

(Ende)
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