Geopolitik und KI bremsen Welthandel aus
Payoneer-Umfrage: Mehr als jedes zweite Kleinunternehmen meldet Betriebsstörungen
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Kein Schiff im Hafen: Hormus-Route weiter riskantes Handelshemmnis (Foto: AveCalvar, pixabay.com)
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New York (pte004/12.08.2026/06:15)
Für international agierende kleine Unternehmen sind Geopolitik und Künstliche Intelligenz (KI) die Hauptgründe für ihre Beeinträchtigungen im globalen Handel. Das zeigt eine globale Umfrage des Finanzdienstleisters Payoneer unter 8626 Firmen (mit bis zu 50 Mitarbeitern) aus 20 Ländern.
Asiatische Märkte besonders anfällig
Aus den kürzlich im "Global Business Sentiment Survey" von Payoneer für das zweite Quartal 2026 veröffentlichten Umfrageergebnissen geht hervor, dass 55 Prozent dieser Unternehmen mit erheblichen Betriebsstörungen konfrontiert waren. Dabei verzeichneten asiatische Märkte die höchsten Raten, da viele Firmen ihre Lieferanten diversifizieren und ihre Einstellungsstrategien überdenken.
Geopolitische Konflikte und technologische Veränderungen (einschließlich KI) entwickeln sich laut Payoneer -Umfrage zu den Hauptursachen für Störungen bei grenzüberschreitend tätigen Kleinunternehmen. Beide Faktoren wurden von je 14 Prozent der Befragten genannt. Dahinter folgen Wechselkursschwankungen und Zinsänderungen, die den Druck auf die Finanzplanung und die Margen von Firmen erhöhen, die Waren und Dienstleistungen international verkaufen.
Zölle weniger problematisch
Zölle hingegen stellen trotz wachsender Besorgnis unter Warenverkäufern ein geringeres Problem dar und wurden lediglich von 7,5 Prozent der Firmen genannt. Die Besorgnis darüber teilen vor allem Firmen, die physische Güter verkaufen und von Fertigung und Zulieferern aus Asien abhängig sind.
Aktuell ist der Welthandel den Payoneer-Experten zufolge geprägt von Unsicherheit hinsichtlich globaler Lieferketten, Instabilität auf Schifffahrtsrouten in und um die Straße von Hormus sowie vom Wettbewerb zwischen den USA und China um hochentwickelte Halbleiter-Chips, die für KI verwendet werden. Dieser Wettbewerb und Beschränkungen hätten Tech-Firmen veranlasst, ihre Fertigungs- und Liefervereinbarungen zu überdenken, während geopolitische Spannungen, die wichtige Schifffahrtsrouten beeinträchtigen, die Transportkosten erhöhen und zu Verzögerungen führen können.
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