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pte20210915009 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Gehirntumor hängt von Biotinverteilung ab

Vorkommen in Hülsenfrüchten, Eigelb, Innereien und auch in vielen Nahrungsergänzungsmitteln


Glioblastom: ein schwer zu behandelnder Krebs (Foto: pixabay.com, teeveesee)
Glioblastom: ein schwer zu behandelnder Krebs (Foto: pixabay.com, teeveesee)

Singapur (pte009/15.09.2021/10:30) - Das bereits zugelassene Anti-Pilz-Medikament Sulconazol verfügt über Anti-Krebs-Eigenschaften gegenüber Glioblastom-Zellen, wie Forscher der NUS Yong Loo Lin School of Medicine http://medicine.nus.edu.sg entdeckt haben. Eine genaue Untersuchung dieses Wirkstoffs hat ergeben, dass es mit Biotin (Vitamin H), einem wichtigen Cofaktor für Stoffwechselenzyme und Modifikator der Histone, in Konkurrenz tritt.

Damit wird die normale Funktion der biotinabhängigen Stoffwechselenzyme und die spezifisch mit der Histonmodifikation in Verbindung stehende Genexpression unterdrückt. So werden der Stoffwechsel und die Epigenetik des Glioblastoms beeinträchtigt und damit das Tumorewachstum und die Invasivität der Glioblastom-Zellen verringert. Die Forschungsergebnisse wurden in "Science Advances" veröffentlicht.

Enzym HLCS bedeutsam

Bei Zellen von Säugetieren handelt es sich bei HLCS um das Enzym, das für die Verteilung von Biotin in die biotinabhängigen Proteine verantwortlich ist. Das Gen-Silencing von HLCS schwächt zumindest bei Mausmodellen die Tumorgenität des Glioblastoms ab, also seine Neigung, Tumore zu bilden. Eine hohe HLCS-Expression steht ebenfalls mit Glioblastomen und einem schlechteren Ergebnis bei den Patienten in Verbindung.

HLCS ist auch bei gesunden Patienten vorhanden. Seine Expression erhöht sich jedoch in den Tumoren von Glioblastom-Patienten. Glioblastom-Zellen mit einer höheren HLCS-Expression können die biotinabhängigen Stoffwechselenzyme und Histone besser mit Biotin versorgen. Die Folge ist ein stärker wucherndes und invasives Glioblastom.

Neue Behandlung als Ziel

Die Abhängigkeit des Glioblastoms von der Biotinverteilung legt nahe, dass das rationale gemeinsame Abzielen auf den biotinabhängigen Stoffwechsel und die epigenetischen Signalwege für die Entfernung von Glioblastomen näher untersucht werden sollten. Laut Forschungsleiter Derrick Ong kommt Biotin auch in verschiedenen Nahrungsquellen vor. Dazu gehören Hülsenfrüchte, Eigelb, Innereien. Auch werde es häufig auch als Nahrungsergänzungsmittel verwendet.

"Diese Ergebnisse werfen die wichtige Frage nach der Regulierung des Biotinkonsums bei den Glioblastom-Patienten auf", so Ong. Mit diesen Erkenntnissen sei auch die Grundlage für die Entwicklung von Medikamentenkombinationen aus bestehenden oder neuen kleinmolekularen Hemmstoffen gegen einige der biotinabhängigen Stoffwechselenzyme und Histonmodifikationen geschaffen. Ziel sei die Zerstörung des Glioblastoms.

Beim Glioblastom handelt es sich um die tödlichste und bösartigste Krebserkrankung des Gehirns, die aus neuroglialen Stamm- oder Vorläuferzellen entstehen kann. Bestimmte Genmutationen oder eine Vorgeschichte mit anderen Krebserkrankungen und Strahlentherapie können Patienten für einen Gehirntumor prädisponieren. Das Wiederauftreten des Tumors ist aufgrund der Resistenz des Glioblastoms gegenüber Standardbehandlungen nicht zu verhindern. Zusätzlich bringt die infiltrative Eigenschaft dieser Tumorzellen mit sich, dass es häufig nicht möglich ist, sie operativ vollständig zu entfernen.

(Ende)
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