pte20081203015 in Business
Filesharing: Eine Mio. Dollar Strafe für sieben Songs
"Musikindustrie muss die gesellschaftliche Realität akzeptieren"
Boston (pte015/03.12.2008/12:01)
In den USA sorgt derzeit eine neue Mio.-Klage der Musikindustrie gegen einen Internet-Filesharer für Aufregung. Wie die Zeitung Boston Globe berichtet, wird der 24-jährige Student Joel Tenenbaum von der Recording Industry Association of America (RIAA) http://www.riaa.com auf Schadensersatz in der Höhe von einer Mio. Dollar verklagt (rund 791.000 Euro), weil er 2004 über die Filsharing-Plattform Kazaa http://www.kazaa.com mindestens sieben Songs heruntergeladen und 816 Titel zum Download angeboten haben soll. Der Student hat dies vor Gericht zwar bereits gestanden, ein außergerichtlicher Vergleich mit den Klägern scheiterte aber an der geforderten Summe von 12.000 Dollar, die Tenenbaum als zu hoch empfand. Nun beruft sich die RIAA auf den sogenannten "Digital Theft Deterrence and Copyright Damages Improvement Act" aus dem Jahr 1999. Demnach kann, falls dem Angeklagten nachgewiesen werden kann, dass die Urheberrechtsverletzungen absichtsvoll begangen worden sind, pro Werk ein Schadensersatz von bis zu 150.000 Dollar verlangt werden.
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